Karibik

Karibikküste

Das es in Costa Rica, wie im Rest von Mittelamerika eine Regenzeit gibt, haben wir an den Hängen der Vulkane deutlich zu spüren bekommen. Hier an der Karibikküste könnte man die Jahreszeit aber glatt vergessen. Wir sind nun seit einigen Tagen hier, 4 waren geplant, 7 sind es geworden und geniessen die angenehmen Temperaturen, das warme Meer und das momentane Ausbleiben von kräftigen Regenschauern. Unterkunft haben wir auf dem Campingplatz von Maria gefunden, einem Ort der Ruhe direkt am Meer in der Nähe des Örtchens Cahuita. Den gleichnamigen Nationalpark konnten wir entlang der Küste bewandern und uns über die unberührte Tier- und Pflanzenwelt freuen. Neben vielen Affen konnten wir auch ein ausgewachsenes Faultier in freier Wildbahn beobachten.
Costa_Rica_Karibik_001
Da die Küste hier einige schöne Orte mit Badestränden zu bieten hat, entschlossen wir uns, die Fahrräder unserer freundlichen Vermieterin für eine ausgedehnte Radtour Richtung Manzanillo zu benutzen. Entlang der Küstenstrasse ging es knapp 35 km südlich zu dem verschlafenen Ort, in dem am Samstag, 14.09., ein Triathlon stattfand. Leider war ich nicht mehr rechtzeitig für eine Anmeldung dort ;). Auf dem Rückweg mit den schrottigen Rädern belohnten wir wir uns selbst mit einem tollen Badeabstecher in Punta Uva und einem hervorragenden Meeresfrüchte-Mittagessen in Puerto Viejo. Meine Güte hat uns nach knapp 70km der Hintern weh getan (siehe mein Endomondo Eintrag).
Costa_Rica_Karibik_014
Am Sonntag war dann „Independence Day“ oder wie auch immer die Ticos das hier nennen. Wir haben uns eine Parade im Ort angesehen, mit tanzenden jungen Mädchen und einem irren Getrommel. Ausser Schlaginstrumenten werden hier keine anderen Instrumente gespielt, könnte man meinen. Auf jeden Fall war das eine heitere, farbenfrohe Angelegenheit.
Costa_Rica_Karibik_026
Ein weiterer Ausichtspunkt, dieses mal nur mit 4WD und Untersetzung, war der Mirador las Mercedes. Ein schöner Punkt, von dem aus man die Karibikküste sehen kann aber sicher nicht besonders spektakulär. Die freundlichen Einheimlischen dort haben das ganz mit großen Strassenschildern vielleicht etwas zu sehr ausgeschlachtet und verdienen sich durch die freiwilligen Spenden der Besucher etwas dazu. Auf dem Weg dahin konnten wir mal wieder beobachten, wie grausam die Natur manchmal ist. Mitten auf der Strasse lag eine ca. 80cm lange giftgrüne Schlange und hatte ihre Giftzähne in den Kopf eines (offensichtlich zu großen) Frosches geschlagen. Der Kopf des Frosches war fast komplett im geweiteten Maul der Schlange verschwunden. Aber er gab nicht auf. Mit der Schlange „auf dem Kopf“ fing der Frosch an, den einen oder anderen Satz zu machen – ein grotesk makaberes Schauspiel. Leider versteckte sich das innige Paar daraufhin auch noch im Radkasten unseres Monteros und verschwand erst, als wir langsam ein paar Zentimeter vorwärtsrollten. Die Schlange entkam und der Frosch saß nun einäugig am Straßenraund – echt übel.
Costa_Rica_Karibik_032
Letztes Ziel hier an der Karibikküste war das „Sloth Sanctuary – www.slothsanctuary.com“ hier in der Nähe von Cahuita. Hier werden hilfsbedürftige Faultiere versorgt. Viele der Tiere werden verletzt eingeliefert, nachdem sie sich an einer Stromleitung verletzt haben oder von Menschen misshandelt wurden. Ziel ist es, die Tiere wieder in der Gegend auszusetzen, in der sie gefunden wurden. Einige der Faultiere können jedoch nicht wieder an des Leben in Wildnis gewöhnt werden und müssen deshalb in der Einrichtung bleiben, bzw. leben in den dazugehörigen Wäldern auf 165 Hektar Land. Wirklich beeindruckend, mit wieviel Hingabe man sich hier der Tiere annimmt.
Costa_Rica_Karibik_044
Nach einer schönen Woche hier im Warmen geht es nun allerdings weiter. Das Abenteuer „Autoverschiffung“ wirft seine Schatten voraus und wir müssen am kommenden Samstag schon in Panama-City sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.