Baja California

Bienvenidos a México! Der Grenzübergang in Tecate nach México war wiedererwartens total problemlos. Schwubs waren wir in Mexico – blöd war nur, dass wir gar keine „Migración“ gemacht hatten. Aber alles kein Problem, wir fanden das richtige Häuschen, mussten dann zum nächten „Fensterchen“ um unsere Gebühren von 27 USD pro Person zu bezahlen und schon hatten wir die Aufenthaltsgenehmigung für 180 Tage. Die Herren am Zoll waren alle sehr nett und es gab keinerlei Probleme.
Wir fuhren dann gleich Richtung Süden. Unseren ersten Stop machten wir in La Bufadora, einem kleinen Dörfchen, welches ein „spunkendes“ Wasserloch zur Attraktion gemacht hat. Es war wirklich bemerkenswert wie sich das Wasser in einer Felsspalte sammelt und diese Gischt dann viele Meter in die Höhe bläst.
Wir gönnten uns dann in diesem Örtchen unsere ersten Fischtacos, überbackene Austern und das alles mit Meerblick. Sehr, sehr lecker…

Der Weg führt uns weiter südwärts, zuerst an die erstaunlich kalte und diesige Pazifikküste, dann an den Golf von Kalifornien mit seinen traumhaften Stränden und heissen Temperaturen. Mexiko hat hier einiges zu bieten: Verschlafene kleine Missionsstädchen wie San Ignacio und Mulege aber auch lebendigere Städte mit schönen Restaurants und netten Cafés wie Loreto. Leider macht der Rückgang des Tourismus dieser Gegend schwer zu schaffen. Vieles wurde angefangen und nicht fertig gebaut, da die (amerikanischen) Reisenden die letzten Jahre verstärkt ausbleiben.

Die letzen Tage haben wir damit verbracht, unsere blassen Bäuche von der mexikanischen Sonne im Süden der Baja „röten“ zu lassen und uns von den Wellen durchspülen zu lassen. Natürlich haben wir dazwischen viel gelesen und auch etwas Zeit in die Reisevorbereitungen der kommenden Wochen investiert. Davor hatten wir aber noch in La Paz unsere Fährüberfahrt nach Mazatlan – das mexikanische Festland ruft – gebucht und unsere „Importación de vehiculo temporales“ (temporäre Fahrzeugeinfuhr) abgewickelt. Im Reiseführer liest es sich ganz simple. Einfach an den Fährterminal fahren und zu den entsprechenden Schaltern gehen. Naja in etwa so funktionert das auch, mal abgesehen davon, dass man von dem im Pass beigelegten Imigración-Zettelchen Kopien braucht, dass man, bevor man die Fähre buchen kann, einen am Zoll finden muss, der ein kleines Zettelchen ausfüllt, auf welchem bestätigt wird, dass man nur ein normales Auto mitnimmt. Tja und erst der 4. Mann in Uniform hat schon mal etwas von diesem Zettel gehört und konnte uns dann auch zu dem richtigen Herrn an der Aduana schicken. Dieser wollte dann unser Auto gar nicht sehen. Als wir dann an den Ferry Schalter zurück kamen und alle Tickets gebucht waren, hat leider keine unserer Kreditkarten funktioniert und der in der Nähe liegende Automat wollte von unseren Karten auch nichts wissen. Wir haben dann aber nach Ausräumen sämtlicher Geldbeutel die Summe zusammengekratzt und schon hatten wir unsere Fährtickets in der Hand und den Aufkleber, dass unser Fahrzeug 180 Tage mit uns in Mexiko sein darf, an der Windschutzscheibe.
La Paz ist aber eine wirklich schöne Stadt – ganz anders als wir es erwartet hatten und wir haben uns mal wieder mit Tacos die Bäuche vollgeschlagen.
Nach diesen erholsamen Tagen am Meer freuen wir uns jetzt auf das mexikanische Festland und vor Allem darauf, was uns erwartet.

Ein Kommentar zu “Baja California

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.