AfrikaNamibiaReisenWorldtrip 2019 - 2021

Namibia: Erongo-Gebirge, Namib-Naukluft und Sossusvlei

Wir haben für Namibia ein 90 Tages Visum und es ist schon Halbzeit. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. In diesem schönen Land wird es aber nie langweilig und wir freuen uns schon auf die nächsten 6 Wochen.

Route – Teil 3

Nachdem wir Tanjas Eltern verabschiedet haben, wurden in Windhuk einige Dinge erledigt. Nun ruft aber schon wieder das Abenteuer und unser Weg führt uns ins Erongo Gebirge. Wir haben dieses erst von Norden her kommend einen Besuch abgestattet und sind dann von Süden her nochmals in die Bergwelt um die Ameib Farm und die Spitzkoppe eingetaucht. Nach einem weiteren Besuch in Swakopmund ging es dann über den Gamsbergpass auf über 1800 Meter hinauf und über den steilen Spreetshoogte Pass wieder hinunter in Richtung Solitaire und Sesriem. Hier stand der Besuch des Sossusvlei an – ein Muss für jeden Namibia-Reisenden.

Insgesamt sind wir 1596 km gefahren.

Sehenswertes & Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen

Nachdem wir Tanjas Eltern auf den Flughafen gebracht und das Auto beim Service hatten, mussten wir erst einmal wieder in den eigenen Reiserhythmus zurückfinden. Es ist toll, im „Urlaubsmodus“ zu reisen, aber naturgemäß bleiben dann auch ein paar Dinge liegen, die aufgearbeitet werden müssen. Der Blog muss auf Vordermann gebracht werden, die kommenden Wochen wollen geplant sein, die Vorräte müssen aufgefüllt werden und ein riesiger Berg schmutzige Wäsche will gewaschen werden. Wir hatten bestimmt schon erwähnt, dass Reisen nicht wie ein langer Urlaub ist und dass man für vermeintlich banale Verrichtungen bisweilen ganz schön Zeit braucht, oder?

Erongo-Gebirge

Unsere Reisefreunde Jeroen & Marieke fragten uns, ob wir uns nicht im Omukutu Camp, südwestlich der Stadt Omaruru im Erongo-Gebirge treffen wollen. Das Camp gehört Hannes, einem Deutschen, der schon seit etlichen Jahrzehnten in Namibia lebt. Auf dem abgelegenen ehemaligen Farmgelände mitten in den Bergen hat er ein Camp errichtet, auf dem man keinen Mobilfunkempfang hat und wo man mit dem Auto knapp zwei Stunden von der nächsten größeren Stadt Omaruru entfernt ist. Dafür gibt es eine liebevoll aus den lokalen Steinen gemauerte Küche mit Bar, sowie eine Indoor- und eine Outdoordusche. Vom Sonnendeck aus kann man in die Wildnis blicken und nach wilden Tieren Ausschau halten. Die Farmen und Grundstücke in dieser trockenen Gegend sind in der Regel riesig und werden nicht wie bei uns in Deutschland intensiv bewirtschaftet. Tatsächlich ist das Land oft unberührt und die Vieherden durchstreifen dieses auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Hannes hat auf seinem Land keine Nutztiere, dafür sehen wir unzählige Vögel (sogar einen Adler), Klippschliefer und Antilopen. Ein künstliches Wasserloch (mit kleinem Badepool) lockt gelegentlich auch Leoparden an, wir bekommen jedoch keinen zu Gesicht.

Nach zwei sehr schönen Tagen mit Marieke & Jeroen entscheiden wir uns, noch einen Tag alleine in dieser Einsamkeit zu bleiben.

Gegen Mittag möchte ich das Auto an einen schattigeren Ort umparken und erlebe einen kleinen „Horror-Film-Moment“: Die Batterie ist platt und der Anlasser kann den Motor nicht durchdrehen. Tanja sieht geschockt aus, obwohl sie ja eigentlich zwischenzeitlich an so etwas gewohnt sein sollte :-). Oje, die Zivilisation ist in unerreichbarer Ferne und das nächste Mobilfunksignal mindestens 5 km entfernt. Ich verdrahte die Versorgerbatterien in unserer Kabine um und kann so den Motor starten, auch wenn der Querschnitt der Leitungen zwischen Kabine und Motorraum eigentlich zu klein ist. Normalerweise fließt nämlich nur ein kleinerer Strom in anderer Richtung von der Lichtmaschine zum Ladegerät in der Kabine.

Es ist nicht klar, warum die Starterbatterie platt ist und ich lasse den Motor eine Stunde laufen, um sie zu laden. Alles sieht normal aus. Drei Stunden später folge ich Tanjas Bitte und probiere wieder einen Startversuch. Mit Mühe springt der Motor an, die Batterie ist sichtlich zu schwach. Wieder lasse ich das Auto eine halbe Stunde laufen und klemme die Batterie danach direkt ab. Die Spannung fällt innerhalb von ein paar Minuten auf unter 11 V ab und es ist klar, dass eine Zelle und damit die gesamte Batterie kaputt ist. Später erfahre ich, dass hier in Namibia mit der Hitze und dem ganzen Geschüttel die Batterien häufig nicht länger als ein Jahr halten. Normaler Verschleiß also.

Am nächsten Morgen geht es dann nach Omaruru und wir sind erstaunt, was für ein schönes Städtchen mit guter Infrastruktur wir vorfinden. Hannes gibt uns einen Tipp, wo wir eine neue Batterie bekommen können. Nach ein paar Minuten ist vor Caspers Garage die Alte gegen ein neues Modell ausgetauscht. Als wir zu einem netten Café fahren, höre ich ein Knacken von vorne links. Ich rüttle am Rad und merke, dass das Radlager einiges an Spiel hat. Also setze ich Tanja am Café ab und fahre in die Central Garage. Dort wird das Radlager ausgebaut, gereinigt, neu geschmiert und wieder eingebaut. Da die Bremse hinten links leicht schleift und etwas heiß wird, wird diese auch gleich noch eingestellt. Schnell ist es nachmittags um drei, bis wir wieder auf der Straße sind. Dennoch bin ich immer wieder begeistert, wie zügig und hemdsärmlig kleinere Probleme ums Auto hier gelöst werden.

Ameib Guest Farm / Bull‘s Party

Die Ameib Guest Farm liegt nordwestlich des Ortes Karibib und beherbergt auf ihrem Gelände einige interessante Felsformationen, die unter Schutz stehen. Nach unserem Auto-Abenteuer beziehen wir unser Camp und sind alleine auf dem großen Platz. Nach einem Bad im kalten Pool fahren wir zum Sonnenuntergang mit dem Auto zum etwa 6 km entfernten „Elephant Rock“, einer rötlichen Granitformation, die an einen Elefanten erinnert. Danach besuchen wir die großen runden Steine bei „Bull‘s Party“. Erschöpft nach einem ereignisreichen Tag schlafen wir tief, bis uns der Wecker früh am nächsten Morgen weckt. Wir wollen nämlich zu „Philip‘s Cave“, einer Höhle mit prähistorischen Felszeichnungen, wandern.

Der Aufenthalt auf der Ameib Farm lohnt sich auf jeden Fall, da man hier auf recht engem Raum viele der schönsten Felsformationen der Erongo-Berge besuchen kann. Das Gelände beherbergt viele Antilopen und andere wilde Tiere und lädt zum Wandern ein.

Spitzkoppe

Das „Matterhorn Namibias“ hat mit seinem Namensvetter in der Schweiz rein gar nichts zu tun. Dennoch hebt sich die schroffe Granitformation malerisch von der Umgebung ab. Das Camp am Fuße der Berge wird von der lokalen Community betrieben und ist einfach und sauber. Die Stellplätze sind wunderschön gelegen und man kann ausgedehnte Spaziergänge unternehmen oder einfach die Szenerie bei Sonnenuntergang genießen.

Swakopmund II

Nachdem wir bereits mit Tanjas Eltern die sehr deutsch geprägte Stadt am Atlantik besucht hatten, zieht es uns abermals hier hin. Wir gönnen uns etwas und beziehen ein Zimmer in der Villa Margherita. Es ist das erste Mal seit unserer Rückkehr nach Afrika, dass wir nicht in unserem eigenen Bett im Camper schlafen. Und was sollen wir sagen: Wir schlafen gar nicht gut. Dennoch ist das Hotel sehr freundlich und Joyce, die Managerin, behandelt uns wie First-Class-Gäste. Wir bummeln durch die Stadt und lassen uns einen leckeren Schweinebraten mit Kruste im Brauhaus schmecken. Abends sind wir dann bei Stefan und Alexandra zum Grillen eingeladen. Stefan ist in Namibia geboren, hat dann aber lange Zeit in Konstanz gelebt. Vor vier Jahren sind die beiden mit Familie nach Swakopmund ausgewandert und betreiben eine Werkstatt für kundenindividuelle Campingfahrzeuge. Über Facebook sind die beiden auf uns aufmerksam geworden und haben das Konstanzer Kennzeichen an unserem Mitsubishi gesehen. Stefan betreibt Kabinenbau auf höchstem Niveau und wir sind begeistert von seinen Fahrzeugen. Vielen Dank Alex und Stefan für den schönen Abend bei euch!

Naukluft-Plateau

Über Walvis Bay führt die Straße C14 durch den Namib Naukluft Nationalpark hinauf auf das Naukluft Plateau. Zunächst fährt man sanft bergauf durch die karge Wüstenlandschaft, verlässt den Nebel- / Wolkengürtel der Atlantikregion und dringt dann in immer bergigere Regionen vor. Aus der Ferne sehen wir ein einsames Fahrzeug, das aus dem Kuiseb Tal vor uns auf die Schotterstraße einbiegt. Tanja geht sofort davon aus, dass es sich um unsere Freunde Marieke und Jeroen handelt, die wir hier zufällig wieder treffen. Leider ist der Land Rover Discovery der beiden gut einen Kilometer vor uns und wir sind in der dichten Staubwolke im Rückspiegel kaum zu sehen. Also gebe ich richtig Gas und der arme Mitsubishi, leider nicht gerade bekannt für seine Dynamik, fliegt nur so über die wellige Straße. Nach etlichen zähen Minuten haben wir die beiden eingeholt und die Wiedersehensfreude ist groß. Spontan wird ein Kaffee am Straßenrand gemacht, bevor sich unsere Wege erstmal wieder trennen.

Rooiklip Guest Farm

Kurz vor dem Gamsberg-Pass biegen wir rechts ab zur Rooiklip Guest Farm. Die Campsite der kleinen Gästefarm schmiegt sich an einen Granitfelsen und man hat unter der Felswand etwas Schatten. Die Besitzer erzählen uns, wie sehr sie unter der zwischenzeitlich vier Jahre andauernden Trockenheit leiden. Die Ziegenherde musste von 1500 Tieren auf knapp 40 reduziert werden und auch die wilden Tiere haben sich größtenteils aus der Region zurückgezogen. Wir machen eine ausgedehnte Wanderung in den Trockenflussbetten der Region und erfrischen uns im schönen Pool, der mit dem Wasser aus einem (noch) ergiebigen Bohrloch gespeist wird. Den knapp einen Kilometer langen Weg zurück zum Camp folgt uns die kleine Hündin der Besitzer und bewacht uns dann in den kommenden Stunden. Wir geben ihr Wasser und als es dämmert, macht sie noch immer keine Anstalten, zu gehen. Ich setze sie auf die Füsse und versuche sie zu motivieren, den Heimweg anzutreten. Schließlich habe ich keine Ahnung, ob die Kleine hier bleiben kann. Sie legt sich aber immer wieder hin und rührt sich nicht. Da ich mich nicht mit Hunden auskenne, schnappe ich mir den kleinen Hund und trage ihn den ganzen Weg zurück zur Farm. Der Besitzer kann sich ein Lachen nicht verkneifen: Die Kleine kennt den Weg gut, ist in bester Form aber hat sich aber sicher gefreut, dass ich sie einen ganzen Kilometer weit getragen habe…

Gamsberg-Pass und Namingrens Guestfarm

Weiter führt die Route nun immer kurviger den Berg hinauf zum Gamsberg-Pass. Dieser Bergpass liegt auf gut 1800 Metern und ist nicht sehr steil und somit gut zu befahren. Hinter der Passhöhe liegt ein Plateau, so dass wir hier die Höhe halten, bis wir an der Namibgrens Guest Farm ankommen. Das Areal hat einen recht großen Campingplatz und einige Cottages, die vermietet werden. Zusätzlich wird die Rinder-Farm weiterhin aktiv bewirtschaftet. Die Kühe (und auch Pferde) streifen selbstständig durch das Gebiet auf der Suche nach Gras und Wasserstellen. Uns gefällt der Platz sehr gut, liegt er doch malerisch in einer Landschaft aus großen Granitfelsen. Wir lassen uns eine Wanderkarte geben und machen uns am Folgetag auf den Weg zum „Klippspringer‘s Window“, einem Aussichtspunkt, von dem aus man hinab auf die Namib-Wüste bis hinunter zur Küstenregion blicken kann. Die Wanderung ist fordernd und immerhin 18,6 km lang. Als Wegmarkierungen dienen auf die Felsen gemalte „Dassies“, stilisierte Klippschliefer, die in weiß und gelb den Weg anzeigen. Wir zählen auf der Wanderung sage und schreibe 527 dieser Wegmarkierungen und verlaufen uns tatsächlich nie. Ein Hoch auf den Markierungsdienst!

Ein weiteres Highlight ist die Gin-Verkostung mit Gerda. Gerda ist im April zum Lockdown nach Namibgrens gekommen und hat angefangen, hier eigenen Gin zu brennen. Als Basis dient hochprozentiger klarer Schnaps, den sie aus mit Hilfe von Weinhefe vergorenen Datteln destilliert. Danach beginnt der eigentliche Prozess der Gin-Aromatisierung: In weiteren Destillationen wird der verdampfte Schnaps durch ein Sieb mit unterschiedlichen aromatischen Kräutern und Gehölzen geleitet, wo er deren Aroma aufnimmt. Gerda benutzt neben dem obligatorischen Wacholder auch Teebaum-Holz und Zitrus-Schalen. Sie experimentiert dabei auch mit anderen aromatischen Pflanzen, die auf der Farm gedeihen. Das Gin-Tasting ist echt eine Empfehlung und wir kaufen natürlich eine kleine Flasche ihres edlen Tropfens.

Spreetshoogte-Pass und Camp Gecko

Auf dem Weg Richtung Solitaire und weiter nach Sesriem liegt das Gecko Camp. Zunächst aber müssen wir dazu vom Naukluft-Plateau über den sehr steilen Spreetshoogte-Pass abfahren. Dieser hat einen maximalen Gradienten von 4,5:1, was bedeutet, dass auf 4,5 m gefahrener Strecke ein Gefälle von 1 m zurückgelegt wird. Dies entspricht den für uns gebräuchlicheren 22% Gefälle. Der Pass fällt etwa 600 Meter in die Ebene ab und bietet herrliche Aussichten. Er ist zwischenzeitlich weitestgehend befestigt und somit problemlos mit etwas Voraussicht in beide Richtungen zu befahren.

Das Camp Gecko wird von Anna und Björn betrieben, die auf einer Afrikareise im September 2019 hier hängen geblieben sind. Beide stammen aus Albstadt und es ist schön, die heimatliche Sprachfärbung so weit von zuhause entfernt zu hören. Das Paar bemüht sich, das weitläufige Gelände mit seinen Campingplätzen und den zweistöckigen Mietzelten (oben ist das Schlafzimmer, unten Wohnzimmer und Bad) auf Vordermann zu bringen und hat in einem Jahr bereits viel erreicht. Wir campen in der Ebene mit Blick auf ein kleines Wasserloch, welches von Zebras und Antilopen besucht wird und lassen uns das Farmgelände zeigen, wo Anna und Björn Hasen, Truthähne und Hühner halten und in sparsamer Bewässerungskultur Gemüse anbauen. Das Frühstück ist köstlich und wir können einen Aufenthalt hier, in dieser freundlichen Atmosphäre, nur empfehlen. Herzlichen Dank Anna & Björn für eure Gastfreundschaft!

Sesriem und Sossusvlei / Dead Vlei

Wer kennt nicht die Bilder von den hohen roten Dünen Namibias? Nirgends auf der Welt türmen sich die Sandmassen so hoch auf, wie hier. Über Solitaire, wo wir einen Apfelkuchen essen, führt uns der Weg nach Sesriem, dem Tor zu der Dünenwelt Namibias, die sich entlang des Tsauchab-Trockenflusses erstreckt. Dabei darf man sich nicht täuschen lassen: Sowohl Solitaire als auch Sesriem sind nicht viel mehr als eine Tankstelle mit Shop und einigen Übernachtungsmöglichkeiten. Man sollte als Camper also im Vorfeld seine Vorräte gut aufstocken!

In Sesriem übernachten wir eine Nacht im staatlichen NWR-Camp (Sesriem Campsite), damit wir bereits eine Stunde vor Öffnung des Nationalpark-Tores in den Park hinein fahren können. Deshalb geht es bereits um 5:15 Uhr in der Frühe los, um die gut 60 km zum Sossusvlei und vor allem zum bekannten Dead Vlei in Angriff zu nehmen. Wir passieren die Düne 45, an der viele Leute anhalten, um den Sonnenaufgang zu sehen und fahren direkt zum Ende der Straße. Dort lassen wir etwas Druck aus den Reifen und fahren mit Allrad durch die sandigen Passagen bis direkt zum Parkplatz des Dead Vlei. Die Lehmsenke ist durch die Sanddünen der Namib von den gelegentlichen Überflutungen durch den Tsauchab-Fluss abgeschnitten und die alten ausgetrockneten Kameldornbäume, die das klassische Fotomotiv abgeben, sind bereits seit ca. 700 Jahren tot. Was für ein Anblick. Seit Jahren freuen wir uns darauf, hier zu sein und nun haben wir das ganze Tal fast für uns alleine. In der Hauptsaison fahren bis zu 3000 Fahrzeuge jeden Tag hier hinein, an diesem Morgen zählen wir gerade einmal zehn.

Am Ende des Dead Vlei thront die höchste der Sanddünen: „Big Daddy“. Wir wählen eine schwierige Route am Ende der Lehmsenke und nehmen einen steilen Anstieg in Kauf, um den ca. 350 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Es wäre sicher einfacher gewesen, dem Verlauf des Dünenkamms zu folgen, als auf allen Vieren nach oben zu klettern. Aber egal: Die Aussicht ist in alle Richtungen traumhaft und der Aufstieg ist jede Kraftanstrengung wert! Es macht richtig viel Spass, die steile Düne im Anschluss wieder hinunter zu rennen. Was nach oben eine Stunde braucht, ist hinunter in fünf Minuten erledigt. Im Anschluss an diese Kraftanstrengung gönnen wir uns eine Nacht in der Sossus Dune Lodge, da die Angebote aktuell sehr reizvoll sind. Die Zimmer sind wirklich gut, was man vom Service und dem Essen leider nicht unbedingt behaupten kann.

Unsere schönsten Übernachtungplätze

Omukutu

Mit dem Auto knapp zwei Stunden von der nächsten größeren Stadt Omaruru entfernt liegt diese Oase der Einsamkeit mitten in den Bergen. Wer die Abgeschiedenheit inmitten der Natur liebt, sollte unbedingt ein paar Tage hier vorbei schauen. Wichtig: Bitte nehmt vorher Kontakt mit Hannes (iOverlander) auf, da er nicht auf dem Gelände wohnt und es nur eine größere Campsite gibt.

Ameib Guest Farm

Auf dem Gelände dieser größeren Guest Farm liegen einige Highlights des Erongo-Gebirges: Bull‘s Party, Elephant Rock und Philip‘s Cave. Von der Campsite aus kann man zu Erkundungsfahrten auf dem Gelände aufbrechen oder zu den Sehenswürdigkeiten wandern. In einem herrlich kalten Pool kann man sich nach den Strapazen abkühlen.

Namibgrens

So schön hier! Kurz vor der Abfahrt des Spreetshoogte-Passes auf über 1800 Metern gelegen, bietet diese Gästefarm eine tolle Basis für vielfältige Aktivitäten und vor allem für ausgedehnte Wanderungen (siehe oben). Die Campsites sind großzügig und zwischen den Granitfindlingen gelegen. Jedes Camp hat ein eigenes Zeltdach als Sonnenschutz und private Sanitäranlagen. Das Management ist sehr freundlich und es werden leckere Braai-Packages und selbstgebackenes Brot verkauft. Gerda mach ein kurzweiliges Gin-Tasting, welches uns wirklich Spass gemacht hat.

Camp Gecko

Anna und Björn aus Albstadt betreiben seit September 2019 dieses Camp am Fuße des Spreetshoogte-Passes. Neben einigen Campsites vermieten die beiden auch zweistöckige Zelte mit Blick in die Ebene. Abends kommen Antilopen und Zebras zum privaten Wasserloch und man kann einen herrlichen Sonnenuntergang genießen. Anna und Björn setzen sehr auf Selbstversorgung und Nachhaltigkeit, was uns sehr imponiert hat. Viele Produkte, die für das leckere Frühstück genutzt werden, kommen zwischenzeitlich aus eigener Produktion. Es macht Spass zu sehen, wie die Hühner, Hasen und Truthähne auf der Farm leben und wie der Wüste durch clevere Landwirtschaft auch frisches Gemüse abgerungen wird.

Buchtip

Wer sich in tristen Winterzeiten daheim etwas wegträumen möchte ins warme Afrika, dem seien die Bücher um die Detektivin Mma Ramotswe ans Herz gelegt. Die Bücher spielen in Botswana. So warm und weit wie das Land, ist auch das Herz von Mma Ramotswe. Die Serie umfasst mittlerweile 21 Bücher (Stand 2020) und bietet sich auch für diejenigen Leser an, die sich mal an ein englisches Buch heranwagen möchten. Die deutsche Übersetzung ist aber auch gut.

Alle Namibia-Artikel

Namibia Caprivi Region – Im Land der Flüsse

In diesem Bericht könnt ihr alles zu unserer Einreise nach Namibia lesen und was wir im Nordosten dieses vielseitigen Landes erlebt haben. Dieser Artikel enthält auch alle wertvollen Tips zum Geldabheben, Tanken und Mobilfunk in Namibia.

Namibias Norden – Wüste und Dirt Roads

In diesem Bericht könnt ihr über unsere Erlebnisse im Etosha Nationalpark und im wilden Norden des Landes lesen.

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5 comments

  1. Hi guys, awesome adventures and great stories! It is a joy to read. Thanks for the wonderful evening yesterday and see you somwhere again on the beautiful world. Safe travels for now!

    1. Hi Boris, thank you for the nice comment and the nice evening we shared at the Elegant Lodge. We hope you made it home safely and enjoyed the Christmas days with your wife and family! All the best for 2021, happy new year! Armin & Tanja

  2. Sehr gut und interessant, wie schon gewohnt.
    Sehr vieles kann ich besser und näher empfinden, durch unseren gemeinsamen Wochen in Namibia.
    Weiterhin viel Freude und schöne Erlebnisse wünscht Euch
    Wolfgang

    1. Danke Wolfgang! Die gemeinsame Zeit war wirklich schön. Jetzt muss die Welt nur wieder etwas zur Ruhe kommen…Viele Grüße, Armin

  3. Wie immer sehr interessant. Wir wünschen euch alles Gute auf Eurer Reise, bleibt gesund.
    Frohe Weihnachten.

    Ulrika und Heinz

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