AfrikaNamibiaReisenWorldtrip 2019 - 2021

Namibias einsamer Süden – Zwischen den Tirasbergen und dem Oranje River

Namibia ist ein weites Land mit atemberaubenden Naturschönheiten. Zum ersten Mal haben wir das Gefühl, dass man auch in unserer dicht bevölkerten Welt noch Orte findet, an denen man verloren gehen kann. Die Gegend um den Namib-Naukluft Nationalpark und die Triasberge sind solche Orte. Auf den ersten Blick wüst und leer, entdeckt man auf den zweiten Blick überall das Leben, das auch in diesen von Sand und Granit geprägten Landschaften seinen Weg findet. Für uns „Zivilisationsmenschen“ ist es faszinierend und auch ein wenig bedrohlich, in diese Regionen vorzudringen.

Da wir uns auch dafür interessieren, welche Spuren die deutsche Kolonialzeit hier in Namibia hinterlassen hat, besuchen wir die Stadt Lüderitz und die Geisterstadt Kolmanskuppe, die man aktuell fast für sich alleine hat.

Weihnachten verbringen wir dann in den Tirasbergen unter einem einmalig schönen Sternenzelt und fahren dann zu dem Köcherbaumwald bei Keetmanshoop. Den Silvesterabend verbringen wir in Grünau und fahren dann weiter an den Fish River Canyon. Dort erleben wir, was es heißt, wenn der Himmel seine Schleusen über der Wüste öffnet. Über einen Abstecher an den Oranje River geht es zur Grenze nach Südafrika, ohne zu wissen, ob wir diese aktuell überqueren können.

Route – Teil 4

Von Sesriem aus führt uns der Weg in die nördlichen Tirasberge, dann weiter nach Lüderitz. Von dort zurück über Aus nach Helmeringhausen und nach einem Zwischenstopp am Naute-Dam weiter nach Keetmanshoop. Über Grünau geht es an den Fish River Canyon und weiter in den Süden zur Grenze nach Südafrika.

Insgesamt sind wir 2591 km gefahren.

Sehenswertes & Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen

Diese Gegend Namibias ist sicher nicht mehr ganz so touristisch erschlossen, obwohl hier im Süden mit Lüderitz / Kolmannskuppe und dem Fish River Canyon noch zwei wichtige Sehenswürdigkeiten liegen. Tatsächlich ist aber die Landschaft selbst das größte Highlight dieser Region. Die Tirasberge sind wunderschön und man kann jetzt, im Dezember und Januar, sehen, wie sich das Leben in der Wüste seinen Weg sucht, sobald die ersten Regenschauer fallen. Tatsächlich fallen manchmal auch richtig heftige Regengüsse, wie wir am Fish River Canyon erfahren mussten.

Tirasberge

Nördlich von Lüderitz / Aus gelegen, sind die Tirasberge im Norden über die C27 und im Süden über die D707 zu erreichen. Sowohl die nördlichen als auch die südlichen Tirasberge sind einen Besuch wert und es lohnt sich, die C27 oder D707 zu wählen, wenn man im Rahmen einer Namibiareise von Sesriem nach Lüderitz fährt.

Nördliche Tirasberge / Landsberg Guestfarm

Die C27 schlängelt sich als Bergstraße auf und ab durch die Tirasberge, die hier im Norden mit schönen Granitformationen aufwarten können. Wir entscheiden uns für einen Stopp an der Landsberg Guestfarm. Tommy und seine Frau haben hier vier schöne Campingplätze errichtet, die direkt in den großen Granitblöcken liegen. Man blickt gen Süden und kann dort in der Ferne die rötliche Färbung der Namib erahnen. Es werden Braai-Packages angeboten und das Farm-Brot ist klasse. Die Farm ist nur von der C27 zu erreichen (siehe iOverlander für Details) und liegt etwa eine Stunde Fahrt von dieser entfernt.

Südliche Tirasberge / Namtib Guestfarm

An der D707, die nördlich von Aus nach Norden abzweigt, liegt die Namtib Guestfarm. Hier in dieser Gegend geht der Granit der Tirasberge in den roten Sand der Namib über und die Sonnenuntergänge sind spektakulär. Thorsten und seine Frau betreiben die Gästefarm nach ökologischen Gesichtspunkten und man kann am Hauptgebäude Braai-Packages mit köstlichem Oryx-Fleisch und sogar hausgemachte Spätzle kaufen. Es startet hier auch ein Wanderweg, der den eifrigen Wanderer über 16 km durch die Berglandschaft führt. Das Camp liegt etwa 3 km vom Haupthaus entfernt mit herrlichem Blick ins Tal. Hier verbringen wir Weihnachten und erleben gemeinsam mit Bahia und Andreas, die wir hier treffen, einen schönen ersten Weihnachtstag mit Oryx-Gulasch und Spätzle. Schön, dass wir euch hier getroffen haben!

Lüderitz

Lüderitz, bzw. Lüderitzbucht wurde 1883 gegründet und nach dem Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz benannt. Zuvor hatte der Kaufmannsgehilfe Heinrich Vogelsang die Bucht von Angra Pequena dem Volk der Nama abgekauft und diese dabei massiv betrogen. Diese Inbesitznahme war der Auftakt zur deutschen Expansion auf dem Gebiet der späteren Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“. In den darauffolgenden Jahren kam es zu weiteren massiven Landkäufen der deutschen Kolonialgesellschaft, die von der deutschen „Schutztruppe“ brutal durchgesetzt wurden. Diese Expansionspolitik fand ihren traurigen Höhepunkt im Völkermord an den Herero und Nama. Diese Volksgruppen hatten sich aufgelehnt, nachdem sie von der deutschen Kolonialgesellschaft mehr und mehr aus ihrem Siedlungsgebiet verdrängt und um ihre wirtschaftliche und kulturelle Existenz gebracht wurden. Der Völkermord begann mit der Schlacht am Waterberg im August 1904, als die geschlagenen Herero mit Frauen, Kindern und Vieh in die Omaheke-Wüste fliehen mussten. Man schloss sie in der Wüste ein und vertrieb sie systematisch von den Wasserstellen, bis am Ende ein Großteil der Menschen qualvoll verdurstete. Erst 1915 endete im Rahmen des ersten Weltkriegs die Kolonialgeschichte Deutschlands auf dem Gebiet des heutigen Namibia.

Lüderitz heute ist ein nettes Städtchen, in dem man einkaufen und lecker essen gehen kann. Eine Fahrt zum Diaz-Point, etwa 20 km von der Stadt entfernt, lohnt sich auf jeden Fall. Auf der Landspitze findet sich eine Nachbildung des Steinkreuzes, welches von Bartolomeu Dias im Jahr 1488 aufgestellt wurde, als der portugiesische Seefahrer als erster Europäer diesen Ort erreichte. Unterwegs dorthin sieht man Flamingos und Seehunde und wer mit dem Fernglas schaut, kann auf der Halifax-Insel eine Kolonie Pinguine entdecken.

Kolmanskuppe

Die verlassene Geisterstadt liegt einige Kilometer nördlich von Lüderitz mitten in der Wüste. Die Stadt hatte ihren Aufschwung den in der Wüste gefundenen Diamanten zu verdanken, die zu einem erstaunlichen Reichtum führten. Tatsächlich ist anhand der gut erhaltenen Häuser abzulesen, wie die Menschen zu Beginn des 20. Jahrhunderts hier inmitten der lebensfeindlichen Wüste lebten. Das große Kasino in der Mitte des Ortes entspricht nach heutigem Verständnis einer Multifunktionshalle für Sport, Kultur und Versammlungen. Man kann eine noch immer funktionsfähige Kegelbahn besichtigen und die Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Bäckerei und Metzgerei. Damit die Speisen schön kalt blieben, wurde jeder Haushalt mit einem Block Eis pro Tag für den Eisschrank beliefert. Dieses wurde in einer ortseigenen Eisfabrik hergestellt. In den 1920er Jahren verlor der Ort an Bedeutung, da sich der Diamantenabbau immer weiter gen Süden verlagerte. Die Wüste holt sich die Häuser langsam zurück und der herein wehende Sand erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre.

Keetmanshoop

Die Stadt Keetmanshoop bietet touristisch nicht viel. Man kann hier allerdings die Vorräte auffüllen, bevor man in den tiefen Süden Namibias startet. Nicht weit von Keetmanshoop liegt der Naute-Damm, der zur Bewässerung der nahegelegenen Dattelplantagen dient und die Wasserversorgung der nahegelegenen Stadt sicherstellt. Hier lohnt auch die Besichtigung der „Naute Kristal“ Destillerie, die bekannt ist für ihre Spirituosen.

Köcherbaumwald und Mesosaurus-Fossil

Ungefähr 40 km nördlich von Keetmanshoop liegt eine felsige Region, die berühmt für ihre Köcherbäume ist. Diese Aloen-Art bildet einen dicken Stamm aus und ist nur hier im südlichen Afrika zu finden. Wir übernachten auf dem einfachen Bushcamp der „Mesosaurus Campsite“. Giel, der Besitzer des Geländes, hat hier ein schönes Camp inmitten der Köcherbäume angelegt. Man darf sich auch nicht seine Führung zu den 250 Mio. Jahre alten fossilen Abdrücken eines Mesosaurus-Skelettes entgehen lassen! Erwartet nur keinen riesigen Dinosaurier, das Tier war nur ca. 70 cm lang.

Fish River Canyon

Der Fish River Canyon ist der zweitgrößte Canyon der Welt, nach dem Grand Canyon. Wenn man durch die Welt reist, bekommt man diese Superlative und Vergleiche immer wieder zu hören. Wir erinnern uns spontan an die schöne Vikos-Schlucht in Griechenland, die als zweittiefster Canyon nach dem Grand Canyon gilt. Auf jeden Fall ist der Fish River Canyon einen Besuch wert und man kann von unterschiedlichen Aussichtspunkten hinab blicken auf den Fluss, der in der meisten Zeit des Jahres nur aus einigen Tümpeln besteht oder gar ganz ausgetrocknet ist. Jetzt Anfang Januar ändert sich aber auch hier im trockenen Süden des Landes das Wetter. Immer wieder haben wir erlebt, dass sich am Nachmittag Wolken aufbauen, die dann vom Westwind wieder vertrieben werden. Nun bleiben sie und zum ersten Mal seit Monaten beginnt es zu regnen. Wir fahren zum nahe gelegenen Hobas Camp und beziehen unser Quartier für die Nacht. Kurz vor Sonnenuntergang wird der Regen stärker und wir sehen, dass der kleine Trockenfluss neben dem Campingplatz beginnt, Wasser zu führen. Gegen 21 Uhr, wir liegen bereits im Bett, wagen wir noch einen Kontrollblick vor dem Schlafengehen und oh Schreck: Der kleine Bach ist zu einem reißenden Fluss geworden und ein zweiter Bach fließt bereits direkt unter unserem Auto durch. Schnell springe ich auf den Fahrersitz, denn zwischenzeitlich stehen wir bereits mitten im tosenden Wasser. In Unterhose und Flip-Flops fahre ich den Wagen mit Allrad aus der Gefahrenzone – viel länger hätten wir nicht warten dürfen. Jetzt sind auch die Campingplatz-Mitarbeiter auf dem Plan und klopfen an allen Fahrzeugen an, die noch auf dem Campingplatz stehen. Da die offizielle Zufahrt bereits weggespült ist, müssen wir uns irgendwie durch das Gelände arbeiten, um auf den höhergelegenen Parkplatz vor der Rezeption zu kommen. Am Ende schaffen wir es zum Glück alle ohne Schäden und Verluste. Das Camp allerdings ist zur Hälfte weggespült. Es wird sicher einige Zeit dauern, bis der Schaden behoben ist.

Da wir Camper uns alle mehr oder weniger zufällig für die nächste Nacht in Grünau auf dem Camp des „Grünau Country Hotel“ einfinden, wird bei einem leckeren Abendessen auf das gemeinsame Abenteuer angestoßen.

Am Oranje an der Grenze zu Südafrika

Viele Straßen sind nach den Regenfällen in einem desolaten Zustand und müssen erst wieder instandgesetzt werden. Wir entscheiden uns deshalb, die asphaltierte Hauptstraße hinab zum Oranje River zu nehmen, um uns am Fluss auf den Grenzübertritt nach Südafrika vorzubereiten. Von Grünau geht es gut und gerne 1000 Höhenmeter hinab zum Grenzfluss zwischen Namibia und Südafrika. Als wir den Grenzort Noordoewer / Vioolsdrift erreichen, freuen wir uns über das viele Grün der Flusslandschaft. Wir fahren noch weitere 10 km am Fluss entlang und gelangen zum Amanzi Trails Camp, wo wir direkt am Fluss auf schönem Rasen unser Camp aufschlagen. Was für eine wundervolle Oase nach so vielen Wochen in der Wüste! Johan und Colleen sind liebenswerte Gastgeber und wir paddeln auf dem Fluss und sortieren uns erst einmal gedanklich.

Weiter nach Südafrika oder eher doch nicht?

Eigentlich soll es in den kommenden Tagen über die Grenze nach Südafrika gehen, da unser Visum für Namibia in einer Woche ausläuft. Die Lage dort ist allerdings unübersichtlich und es steht eine Ansprache des Präsidenten an, der unter Umständen einen weiteren Lockdown oder Grenzschließungen verkündet.

Nach vier Tagen des Grübelns entscheiden wir uns, zunächst nicht über die Grenze zu gehen und statt dessen die nächste Ansprache abzuwarten. Um unser Visum nicht zu überziehen, fahren wir die 325 km nach Keetmanshoop und verlängern dort unsere Aufenthaltsgenehmigung im lokalen Büro der „Home Affairs“, danach geht es zum Einkaufen und wieder zurück an den Oranje. Mit 650 km ist es der zweitlängste Fahrtag seit Beginn unserer Reise und wir kommen nur 30 Minuten vor Inkrafttreten der nächtlichen Ausgangssperre im Camp an. Am gleichen Abend spricht der Südafrikanische Präsident und verkündet die Schließung der Landgrenzen nach Südafrika. Wir sind froh, dass wir auf unser Bauchgefühl gehört haben und in Namibia geblieben sind, gleichzeitig sind wir traurig, weil wir uns so sehr auf das Land jenseits des Oranje gefreut hatten. Die Grenzen bleiben einen Monat lang zu, wir werden nun entschieden müssen, wo die Reise für uns hinführt.

Unsere schönsten Übernachtungplätze

Landsberg Guestfarm

Man findet hier vier weit voneinander entfernte Campingplätze mit eigenem Bad. Bei den jungen Besitzern kann köstliches Fleisch und Brot eingekauft werden. Achtung: Die Farm ist nur über die C27 zu erreichen, nicht über die D707.

Namtib Guestfarm

Sicherlich ist dieser Platz ein absolutes Highlight auf der ganzen Namibia Tour. Der Ausblick ist grandios. Es kann eine tolle 16 km Wanderung gemacht werden. Bei den herzlichen Besitzer Lynn und Thorsten kann köstliches Fleisch vom Oryx erstanden werden und frisch gemachte Spätzle. Wir haben unseren Aufenthalt hier spontan auf vier Nächte verlängert.

Mesosaurus Bushcamp

Dieses einfache Bushcamp liegt in einem bezaubernden Köcherbaumwald. Am nächsten Tag haben wir mit Giel noch eine Tour zu den Mesosaurus-Fossilien und zu einem weiteren Köcherbaumwald gemacht. Die Tour ist sehr zu empfehlen.

The White House Grünau mit Rosenquarzmine

Das Camp bietet einen schönen sauberen Platz, einen kühlen Pool in Laufnähe und das „Essen auf Rädern“ ist sehr lecker. Wir sind mit dem eigenen Auto zur 12 km entfernten Rosenquarzmine gefahren und fanden die Aussicht inmitten eines Meeres aus rosa Gestein sehr sehenswert.

Amanzi Trails Camp

Direkt am Oranje River gelegen ist das von Johan und Colleen geführte Camp eine richtige Oase. Man steht auf grünem Rasen und ist direkt am Fluss. Die Felsformationen auf der anderen Flussseite bieten bei Sonnenuntergang ein herrliches Bild. Man kann von hier aus zu Mehrtagestouren mit dem Kanu auf dem Fluss starten.

Alle Namibia – Artikel

Namibia Caprivi Region – Im Land der Flüsse

In diesem Bericht könnt ihr alles zu unserer Einreise nach Namibia lesen und was wir im Nordosten dieses vielseitigen Landes erlebt haben. Dieser Artikel enthält auch alle wertvollen Tips zum Geldabheben, Tanken und Mobilfunk in Namibia.

Namibias Norden – Wüste und Dirt Roads

In diesem Bericht könnt ihr über unsere Erlebnisse im Etosha Nationalpark und im wilden Norden des Landes lesen.

Namibia: Erongo-Gebirge, Namib-Naukluft und Sossusvlei

Hier könnt ihr lesen, wie es uns in der Wüste und natürlich im spektakulären Sossusvlei ergangen ist.

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3 comments

  1. Hi guys,

    Too bad South Africa is not possible at the moment, but is also means more time in Namibia. Hopefully it will settle down soon and borders will be open again. Still jealous of your travels as I am in the Netherlands now and try to adjust to the cold weather..
    Beautiful pictures again.

    Stay healthy, be safe and enjoy!
    Boris

    1. Hi Boris, We hope you will adapt to the European conditions soon :). Yes, it is a pitty that the borders are closed now, but most of the people are optimistic, that borders will open again mid of February. We will wait and see! At the moment we have a wonderfult time in the south of Namibia, in the Amanzi Trail camp.
      All the best to you! Cheers, Tanja & Armin

  2. Hallo Tanja, Hallo Armin,

    die Empfehlung mit dem Mesosaurus Camp war ein TopTip! Wollten wir nicht vermissen…
    Eine Information an der Reception wies darauf hin, dass Giel’s Frau verstorben ist. Und weiter: Es kann sich im Moment niemand um das Camp kümmern. Man sollte das Camp aber trotzdem nutzen…
    Wir waren die einzigen Gäste.
    Schöne Grüsse von Gaby & Wolfgang (wir waren Nachbarn auf dem Amanzi Trails)
    http://www.reisezeitlos.de

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