AfrikaReisenSambiaWorldtrip 2019 / 2020

Sambias Norden – Feuer und Wasser

Zambia Lumangwe Falls

Grenzübertritte in Afrika sind für uns immer aufregend und häufig nervig. Man muss ein Visum für das neue Land kaufen, das Carnet de Passage für das Auto muss gestempelt werden und häufig kommen noch (Phantasie-) Steuern und Abgaben dazu. Wenn es schlecht läuft, wird dazu noch das Fahrzeug detailliert inspiziert und man muss sich ständig mit mehr oder weniger hilfreichen Grenzhelfern herumschlagen. Und jetzt auch noch Corona. Für uns in erster Linie ein Nerv- und Kostenfaktor, denn nie ist wirklich klar, ob und unter welchen Auflagen eine Grenze passiert werden kann und ob der durchgeführte Covid-Test auch wirklich nicht schon wieder zu alt ist.

Covid Test – das Ergebnis kam per WhatsApp

Entsprechend aufgeregt waren wir dann vor der Grenze zwischen Tansania und Sambia. Bewusst hatten wir uns für den winzigen Grenzposten „Kasesya / Kasesha“ entschieden, der südlich von Sumbawanga und unweit des Lake Tanganjika liegt. Einen Covid-Test hatten wir in Mbeya gemacht und wir waren gut vorbereitet. Was sollen wir sagen: Es war tatsächlich einer der entspanntesten Grenzübertritte unserer bisherigen Reise. Ein kurzes Telefonat auf sambischer Seite mit einer Vorgesetzten („yes, ma’am…thank you ma’am“) und wir bekamen unser Touristen-Visum.

Der Grenzübertritt war auch strategisch gut gewählt, schließlich wollten wir den Lake Tanganjika sehen und Sambias wenig besuchten Norden mit seinen herrlichen Wasserfällen erkunden. Willkommen im 18. Land unserer bisherigen Reise, willkommen in Sambia und damit offiziell im südlichen Afrika.

Route – Teil 1

Von der Grenze Kasesya / Kasesha führte uns die Route zunächst ins lebhafte und aufgeräumte Städtchen Mbala und dann hinab zum Tanganjika See. Von dort ging es wieder über Mbala weiter südwärts in Richtung Kasama auf der „Old Great North Road“, welche wir aber nach 75 km wieder in Richtung Westen auf Schotter verließen. Zwischen Kabamba und Mporokoso kamen wir auf Asphalt schnell voran. Zwischen Mporokoso und Mukunsa ist die Piste dann in einem miserablen Zustand. Auf weiteren Holperpisten fuhren wir dann in Richtung Mutunga zu den etwas abseits der Strecke gelegenen Kundabwika Falls. Hier starteten wir unsere Wasserfall-Runde, die weiter über die Lumangwe Falls, Kabweluma Falls und zu den hinter Kawambwa gelegenen Ntumbachushi Falls führte. Weiter südlich passierten wir die lebhafte Stadt Mansa und erreichten nach einem Zwischenstopp in Samfya am Bengweulu See das nördlich des Kasanka NP gelegene Livingstone Memorial. In Mukando war dann der südlichste Punkt unserer Nordrunde erreicht und über die „Great North Road“ ging es zunächst in die abgelegene Mutinondo-Wilderness und von dort weiter in die Metropole der Nordprovinz: Kasama.

Insgesamt sind wir 1777 km gefahren.

Overlanding in Sambia

Das Reisen im Norden Sambias mit dem eigenen Auto ist prinzipiell unproblematisch. Allerdings ist es im Vorfeld oft schwer einzuschätzen, wie lange man für eine Strecke benötigt: Pisten können in einem miesen Zustand sein oder sie sind inzwischen einer schönen Asphaltdecke gewichen. Ehemals gute Asphaltstraßen haben nach der letzten Regenzeit vielleicht knietiefe Schlaglöcher bekommen, so dass man nur im langsamen Slalom vorwärts kommt. Es ist immer eine Überraschung. Das Tankstellennetz ist ordentlich ausgebaut aber dennoch sollte man immer Treibstoff für ein paar Hundert Kilometer an Bord haben. Mobilfunknetz steht oft nicht zur Verfügung, darauf sollte man sich einstellen.

Die Polizei an den Checkpoints hier im Norden war ausnahmslos freundlich und wir hatten keinerlei Probleme.

Sehenswertes & Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen

Zum ersten Mal nach über einem halben Jahr haben wir mit unserem Auto eine Grenze in Afrika übertreten. Wir haben uns in Tansania in den vergangenen Monaten sehr willkommen gefühlt. Das Land war stets der „sichere Hafen“ für unser Auto, als wir 3,5 Monate in Deutschland verbracht hatten und es war ebenso der sichere Hafen für uns nach unserer Rückkehr auf den afrikanischen Kontinent. Hier wurden die Menschen nicht wie in Kenia oder Südafrika durch restriktive Maßnahmen drangsaliert und diejenigen Reisenden, die sich dafür entschieden hatten im Land zu bleiben, konnten sich alle frei bewegen und hatten keine Probleme, ihre Visa zu verlängern. Mit dem Grenzübertritt nach Sambia verlassen wir mit einem weinenden und einem lachenden Auge dieses wunderbare Land mit seinen so freundlichen Menschen. Gleichzeitig geht die Reise für uns endlich weiter und wir kommen nun in das südliche Afrika. Es wird kein Swahili mehr gesprochen und wieder merken wir erstaunt, was für große Unterschiede sich alleine daraus ergeben, dass man eine Linie auf der Landkarte überschreitet. Aber das ist in Europa ja auch nicht anders.

Lake Tanganjika

Wenn man die kleine Grenze Kasesya / Kasesha nimmt, kommt man zunächst in das Städtchen Mbala. Hier kann man alles Notwendige erledigen, was nach einem Grenzübertritt anfällt: Geld abheben mit VISA, Sim-Karte besorgen (MTN scheint keine gute Wahl zu sein, vielleicht besser Airtel) und einkaufen.

Von Mbala führt die Route dann einige hundert Höhenmeter hinab zum Lake Tanganjika. Wir hatten uns entschieden, einige Tage in der kleinen „Science Lodge“ zu verbringen. Diese wird von einer einheimischen Familie in der Nähe von Mpulungu betrieben. Der Name kommt daher, dass hier seit Mitte der 90er Jahre immer wieder Biologen ihre Basis für Taucherkundungen des Sees aufschlagen. Die Zufahrt ist abenteuerlich aber die einfache Anlage ist sauber und wunderschön direkt am See gelegen. Die Chefin Celestine begrüßt uns herzlich und da unsere Vorräte reichen, bleiben wir am Ende vier Nächte an diesem schönen Ort, schwimmen im See und lassen es uns einfach gut gehen.

Wasserfälle im Norden Sambias

Der Norden Sambias hat einige wunderschöne Naturschauspiele zu bieten, allen Voran einige der schönsten Wasserfälle Afrikas. Diese wenig besuchte Region wollten wir uns unbedingt genauer ansehen, zumal sie in der ursprünglichen Reiseplanung nicht vorgesehen war. Das wir zwangsläufig eingebremst werden, hat in diesem Fall etwas Gutes.

Kundabwika Falls

Ab Mporokoso wird die Piste richtig schlecht. Es hat den Anschein, als ob man irgendwann einmal angefangen hatte, die Piste für die Asphaltierung vorzubereiten und es dann doch gelassen hat. Wie ein autobahnbreites braunes Band zieht sich die Piste durch die Landschaft und dennoch findet man kaum eine Spur, auf der man schneller als 30 km/h fahren kann. In Mukunsa nehmen wir dann den Abzweig Richtung Nordwesten und holpern weitere 50 km durch den dichten Wald, bis wir an die Abfahrt zu den Kundabwika Falls kommen. Es ist kein Caretaker zu sehen und wir nehmen den Waldpfad, der uns die letzten 5 km durch verbranntes Unterholz bis zum erstaunlich gut ausgebauten Parkplatz der Fälle führt. Es dauert nur ein paar Minuten, dann tauchen zwei nette Männer auf einem Motorrad auf, um uns die Eintrittstickets für die Fälle zu verkaufen. Prinzipiell sind es 15 USD pro Person und 5 USD für das Fahrzeug, Camping ist dann mit dabei. Der Preis ist natürlich zu hoch und zum Glück Verhandlungssache. Am Ende sind alle zufrieden und wir beziehen unser Camp direkt an den Badepools der kleinen vorgelagerten Fälle. Hier kochen wir und fallen danach erschöpft ins Bett. Morgens besuchen wir dann die Kundabwika Falls, wo das Wasser auf 70 Meter Breite 20 Meter in die Tiefe fällt. Sehr eindrucksvoll, aber fast noch besser ist das darauffolgende (Nackt-) Bad in den Pools, bevor wir die 85 km zu den Lumangwe Falls in Angriff nehmen.

Lumangwe Falls und Kabweluma Falls

Die Lumangwe Falls und die etwas unterhalb liegenden Kabweluma Falls sind wohl die eindrucksvollsten Wasserfälle im nördlichen Sambia. Manch einer spricht sogar von den „Victoria Fällen in klein“. Zu diesem Vergleich können wir noch nichts sagen, allerdings ist es hier fast menschenleer und man kann direkt oberhalb der Fallkante sein Camp aufschlagen. Herrlich! Hier an den Fällen treffen wir Ilana und Davide, ein nettes Paar aus Israel, das seine Reise im Januar in Südafrika begonnen hat. Nach 4,5 Monaten in Namibia sind die Beiden nun auf dem Weg nach Norden. Da wir in den kommenden Tagen die gleiche Reiseroute haben, beschließen wir, ein paar Tage gemeinsam zu reisen. Es ist schön, Tipps auszutauschen und sich zu unterhalten. Überhaupt ist es erstaunlich, wie viele interessante Reisende wir doch auch in diesen besonderen (Corona-) Zeiten unterwegs treffen. Diese Jahr trennt die Spreu vom Weizen :-).

Lumangwe Falls Sambia

Etwas unterhalb der Lumangwe Falls liegen die Kabweluma Falls. Diese sind nicht minder sehenswert und mit dem Geländewagen über ein paar Kilometer Piste zu erreichen.

Ntumbachushi Falls

Zwischen Kawambwa und Kazembe, unweit zur Grenze zum Kongo (DRC), liegen die letzten Fälle auf unserer Route. An den Ntumbachushi Falls können wir wieder campen und müssen den Preis etwas härter verhandeln. Hier kennt man offensichtlich den aktuellen Dollarkurs und auch etliche Einheimische finden den Weg zu diesem schönen Ort.

Die Wasserfälle an sich sind nicht die größte Attraktion, sondern die oberhalb gelegenen Badepools. Hier kann man nach Herzenslust Baden und Planschen.

Mansa und Samfya am Bengweulu See

Die Stadt Mansa ist erstaunlich lebhaft und man bekommt hier alles, was man für die weitere Reise im Nordwesten Sambias benötigt. Es gib hier sogar einen Shoprite-Supermarkt mit der besten Auswahl, die wir seit Kenia gesehen haben. Gut übernachten kann man im WeTuna Garden, einem Hotel, in dessen Innenhof man im Auto schlafen kann. Es gibt auch günstige und ordentliche Zimmer und auch das Restaurant ist einfach aber lecker.

Gut 80 km weiter kommt man in Samfya an den Strand des Bengweulu Sees. Auf der Anlage des Samfya Marine Campings kann man übernachten und steht schön mit Blick auf den See am Sandstrand. Ein Stacheldrahtzaun trennt das Areal vom öffentlichen Sandstrand und im Laufe des Nachmittags finden sich ca. 20 sehr ärmliche aussehnde Kinder ein, die uns durch den Zaun hindurch anschauen und auch die Hand aufhalten. Eine traurige Situation, wie wir sie schon seit Monaten nicht mehr erlebt haben. Nachmittags probieren wir Vier das im Supermarkt angebotene Chibuku Bier, welches aus Mais und Sorghum gebraut wird und aufgrund der enthaltenen Sedimente fast milchig weiß ist. Leider schmeckt es nach saurem Aufstoßen, so dass wir es an die Arbeiter auf dem Gelände verschenken.

Abends steigt dann auch noch die Party in der Bar, so dass wir am nächsten Morgen ganz froh sind, weiter zu fahren.

Livingstone Memorial Site

Dr. David Livingstone war ein schottischer Missionar, der ausgedehnte Reisen im östlichen und südlichen Afrika unternommen hat. Er war ein großer Gegner der Sklaverei und sein Umgang mit seinen lokalen Führern und Gefährten, hat das Bild der afrikanischen Bevölkerung in Europa signifikant und positiv verändert. In erster Linie war Dr. Livingstone aber ein Reisender und somit der „Godfather of Overlanding“. Da liegt es nahe, seinen Sterbeort hier in Sambia, nahe des Dorfs Chipundu, zu besuchen. Livingstone hatte verfügt, dass sein Herz in Afrika bleiben soll. Entsprechend wurde es nach seinem Tod am 30. April 1873, zusammen mit den restlichen inneren Organen, unter einem Baum beigesetzt. Sein Körper wurde balsamiert und von seinen Gefährten Susi und Chuma in einer beschwerlichen Reise nach Daressalam gebracht und nach Schottland verschifft. An der Stelle, wo sein Herz begraben liegt, steht seit 1973 ein großer Gedenkstein. Auf dem weitläufigen Areal kann man mit dem Fahrzeug campieren und unter den schattenspendenden Bäumen darüber nachdenken, wie viel beschwerlicher das Reisen vor 150 Jahren war.

Mutinondo Wilderness

In Mukando trifft die D235, die im Nordwesten des Landes entlang der Bengweulu Wetlands durch eine große Einöde führt, wieder auf die Great North Road. Folgt man dieser in nördlicher Richtung, zweigt in Kalonje eine schmale Piste in Richtung „Mutinondo Wilderness“ ab. Nach 25 km ist das Camp erreicht, welches sich herrlich in die Landschaft einfügt. Man stellt das Auto mitten im Miombowald ab und kann sich im Schatten der Bandas ausruhen. Feuerholz für ein zünftiges Lagerfeuer steht bereit.

Neben dem tollen Campingplatz bietet der Landstrich 50 km ausgewiesener Wanderwege. Wer Afrika kennt weiß, dass es eine Besonderheit ist, ganz ohne Führer durch die Wildnis zu laufen. Entsprechend genießen wir es, die Inselberge aus Granit zu besteigen und auch den höchsten von ihnen, den Mayense, zu erklimmen. Die Miombobäume treiben zum Ende der Trockenzeit (August / September) frische Blätter in allen erdenklichen Grün- und Rottönen aus. Was in unseren Augen eher an Herbst erinnert, ist hier der Frühling, bevor im Oktober der Regen kommt. Die Mutinondo Wilderness ist von klaren Bächen durchzogen und immer wieder kann man sich in dem herrlich kühlen Wasser erfrischen.

Dieses Schutzgebiet ist etwas ganz Besonderes und wenn man den Blick in die Ferne schweifen lässt sieht man, wie wichtig dieser Schutz der Natur ist: Jetzt in der Trockenzeit brennt Sambia!

Brennendes Sambia

Überall wird mit Feuer gerodet und Wälder durch das Ausbrennen des Unterholzes für die Nutzung zugänglich gemacht. Mit verheerenden Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Hier im Schutzgebiet hingegen hören wir abends die Hyänen heulen und auf unserer Wanderung sehen wir ein Lappen-Chamäleon, was ein echter Glückstreffer ist. Morgens laufen uns Roanantilopen, Säbelantilopen und Klippspringer über den Weg.

An unserem letzten Nachmittag liegt wieder Brandgeruch in der Luft. Wir gehen zum Aussichtspunkt und sehen, dass eine vom Wind angefachte riesige Flammenfront über den Mayense läuft. Gerade zwei Tage ist es her, dass wir den Gipfel bestiegen haben. Jetzt ist der Granit geschwärzt und die gesamte Vegetation auf vielen Hektar um den Inselberg herum verbrannt. Das Feuer ist nicht aufzuhalten und Mike, dem älteren Betreiber des Platzes, ist die Traurigkeit und Resignation anzusehen: Wilderer haben auf ihrem Weg durch das Schutzgebiet Feuer gelegt. Sie werden in einer Woche zurück kommen und die Antilopen jagen, die sich nun nicht mehr im Gestrüpp verstecken können. Für die kleineren tierischen Bewohner des Miombowaldes gibt es keine Rettung. Sie können sich vor dem schnell ausbreitenden Feuer nicht in Sicherheit bringen.

Kasama

Kasama ist das wirtschaftliche Zentrum des nördlichen Sambias. Auf ordentlichem Asphalt erreichen wir die Stadt, die sich gut zum Aufstocken der Vorräte eignet. Wir machen Besorgungen im Shoprite Supermarkt, heben Geld ab und tanken auf. Schließlich soll es in den kommenden Tagen auf zu einem neuen Abenteuer gehen: Der Fahrt durch das Luangwa-Tal. Auf dem Parkplatz der Thorne Tree Lodge können wir kampieren und wir treffen wieder Heidi und Werni, mit denen wir die kommenden Abenteuer bestreiten werden. Wir freuen uns über das Wiedersehen, essen lecker zu Abend und sind schon ganz aufgeregt, wie es wohl weitergehen wird.

Unsere schönsten Übernachtungsplätze

Science Lodge Lake Tanganjika

Diese kleine Unterkunft ist sehr basic, aber man hat fließend Wasser und wer möchte auch eine warme Dusche. Es lässt sich herrlich in der Sitzecke entspannen mit Blick auf den Tanganjika See. Wir haben auch täglich mehrmals gebadet. Für uns ein herrlicher Platz für 150 KW (ca. 6,50 €) pro Person.

Camps an den jeweiligen Wasserfällen

An allen Wasserfällen, die wir auf unserer Runde durch das nördliche Sambia besucht haben, kann man als Selbstversorger sein Camp aufschlagen und übernachten. Der Preis für die Übernachtung ist nach etwas Diskussion immer im Preis für den Eintritt inbegriffen. Für Ausländer liegt dieser bei 15 USD pro Person und 5 USD für das Auto. Man kann aber immer verhandeln, insbesondere, wenn man in lokaler Währung bezahlt. Häufig stehen einfach Sanitäranlagen zur Verfügung, gebadet wird immer in den herrlich frischen Pools der Wasserfälle.

WeTuna Garden Mansa

Einfaches aber sauberes Gästehaus in Mansa mit einem schönen Garten. Hier kann man ein Zimmer nehmen für 600 KW oder auf dem Parkplatz kampieren. Dann steht das WC des Restaurants zur Verfügung aber keine Dusche. Die Küche ist einfach aber ganz lecker.

Thorne Tree Lodge Kasama

Sehr sympathische kleine Lodge, auf deren Parkplatz man kampieren kann. Dusche und WC stehen zur Verfügung. Im angegliederten Restaurant kann man einfach, gut und günstig essen und im Garten sitzen. Die Lodge verkauft auch leckeren Kaffee und es empfiehlt sich, hier die Vorräte aufzufüllen.

Grenzübertritt

Visum

Das Visum wird direkt bei Ankunft gekauft. 50 USD pro Person mit einer Gültigkeit von 30 Tagen. In jeder größeren (oder kleineren) Stadt kann dann das Visum um 4 Wochen verlängert werden, auf insgesamt bis zu maximal 3 Monate im Kalenderjahr.

Einreise von Tansania kommend

60 Stunden nach dem Covid-19 Test in Mbeya/Tansania erhielten wir unser negatives Testergebnis per Whatsapp zugeschickt. Trotz allem waren wir natürlich super aufgeregt vor dem Grenzübergang.

Nach 2,5 Stunden Fahrt von Sumbawanga aus kamen wir in Kasesya an. Auf der tansanischen Seite wurde das Carnet ausgestempelt und bei der Immigration der Ausreise-Stempel in den Pass gedrückt. Nun mussten wir beim Health Officer unseren Gelbfiebernachweis vorlegen (warum bei der Ausreise?) und unser Covid-Zertifikat wurde abgestempelt. Ruck zuck waren wir also aus Tansania ausgereist.

Nun kam der spannende Teil, die Einreise nach Sambia. Wir mussten erst Mal 30 Minuten warten, bis der Health Officer erschien und unsere Daten in ein großes Buch eintrug. Dann weiter zur Immigration. Wir legten unsere Covid-Zertifikate vor und der Herr rief seine Chefin an, ob ein Touristen Visa ausgestellt werden darf. Nach 30 Sekunden war klar, es klappt. So lange der zweite Immigration Officer unsere Visa ausstellte, schaute der andere seinen Action Film in voller Lautstärke weiter – „This is Africa“. Von Quarantäne war zum Glück nie die Rede – schließlich hatten wir ja unser Zertifikat – das “heilige” Dokument im Jahr 2020.

Dann mussten wir zurück zum Health Officer. Die Dame maß nun unsere Temperatur und fertig. Im nächsten Schritt wurde das Carnet eingestempelt und die Carbon Tax bezahlt.

Mit einigen Wartezeiten waren wir nach 2,5 Stunden fertig. Der Grenzübergang ist sehr zu empfehlen. Es geht sehr ruhig und freundlich zu – wir waren die einzigen Reisenden.

Die Visa-Kosten betragen 50 USD pro Person für 30 Tage und die Carbon Tax kostete uns 480 KW (ca. 23 €) für 2,5 Liter Hubraum.

SIM Karte – Datenvolumen

Wir haben unsere SIM Karte in dem kleinen Städtchen Mbala gekauft. Leider funktionierte die Registrierung mit ausländischem Reisepass nicht. Nach einigen Versuchen hat uns der junge Mann dann eine SIM Karte verkauft, welche auf seinen Namen registriert war.

Für die SIM Karte, 100 Gesprächsminuten und 25 GB beim Anbieter MTN, für 4 Wochen gültig, zahlten wir 550 KW (ca. 24 €)

Bargeld / Kreditkartennutzung

Bargeld ist an den meisten Bankautomaten mit der VISA-Karte einfach zu bekommen. Wir haben bei der Cavmont-Bank und bei Zanaco Geld abgehoben und jeweils 60, bzw. 50 KW Gebühr bezahlt. Es lohnt sich deshalb, möglichst einen hohen Betrag abzuheben. Das Limit war bei uns in der Regel 3000 KW, wir konnten aber auch mehrmals hintereinander mit der gleichen Karte Geld holen. In Lusaka haben wir dann bei der STANBIC Bank Geld abgehoben. Hier mussten wir keine Gebühren zahlen und der Kurs war auch sehr gut. Wir bekamen jeweils 4000 KW ausbezahlt.Direkte Kreditkartenzahlung ist eher selten möglich, wir haben nur im Shoprite Supermarkt direkt mit Kreditkarte bezahlt. Der Einsatz von Bargeld macht zudem auch das Verhandeln einfacher.

Tanken in Sambia

Tankstellen findet man in Sambia nicht so häufig wie in Tansania. Auf der Route durch das Luangwa-Tal sollte man unbedingt in Mpika oder Kasama nochmals volltanken. Auf der Route befinden sich keine weiteren Tankstellen mehr. Der Dieselpreis liegt bei ca. 0,70 € (Oktober 2020).

Reiseführer & Papierkarte

Papierkarte von Tracks4Africa

Die Karten von Tracks4Africa für das südliche Sambia sind richtig gut. Je weiter südlich man kommt, desto detailreicher wird das Kartenmaterial. Es gibt die Karten auch für Garmin Navigationssystem und man hat damit eine zusätzliche Kartenbasis, da viele Kartenprogramm für iOS oder Android auf OSM aufbauen.

Reiseführer

Der Reiseführer aus dem Hupe-Verlag bietet tolle Informationen, insbesondere für Selbstfahrer und Individualreisende. Für uns einer der besten Reiseführer überhaupt – klare Empfehlung!

 

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6 comments

  1. Bier das nach “saurem Aufstoßen“ schmeckt. Chibuku scheint ein echtes Highlight zu sein…:-)

    1. Ein köstliches Highlight! Jetzt trinken wir erstmal Windhoek Lager…

  2. Habe soeben Euern Bericht gänzlich gelesen. ( Teilweise schon vor Tagen im Smartfon – Bilder gingen nicht gut )
    Der Bericht ist Super und sehr interessant – gut geschrieben.
    Ich freue mich sehr für Euch Weizenkinder, was Ihr alles erlebt ist wirklich toll.
    Zumal ich vom Spreu eher zum Stroh kommen werde, als zum Weizen.
    Geniesst es.
    Grüße Wolfgang

    1. Schön, dass Du so ein treuer Leser bist, Wolfgang! Grüße, Armin

  3. Wonderful report thank you. We left our landcruiser in Arusha and flew home to South Africa because of Covid warnings in late March. I have been trying to find out if it is possible to return to Arusha to collect our car and drive back to South Africa.
    Your report is invaluable.
    Where do you plan to go after Zambia . Do you know if you can head to South Africa via Botswana, Namibia or Zimbabwe.
    Ross

    1. Hello Ross, sorry for the late reply. We just crossed the border to Namibia on Monday. For details check travelsouthbound on Facebook. Still you have to spend 5 days here on a certified lodge before doing a second Covid test but at least you can enter. Your route should be open now! Just expect to do a Covid test everytime before you cross a border. Cheers, Armin

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