AfrikaReisenTansaniaWorldtrip 2019 / 2020

Tansania – Berge, Wasserfälle und Indischer Ozean

Tansania Kimbiji Luftbild

Nachdem wir 9 Tage auf der Kisolanza Farm in der Nähe von Irina waren (wir waren noch nie so lange am selben Ort), machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Ozean. Einen Zwischenstopp legten wir im Udzungwa Forest ein, bevor wir dann das charmante Städtchen Bagamoyo besuchten. Über Daressalam, mit einem kleinen Zwischenstopp in Eckhards Garage, ging es wieder an unseren liebgewonnenen Kimbiji Strand. Von hier aus führte die Reise wieder auf die Kisolanza Farm und dann nach Mbeya zum Covid-19 Test. Über Sumbawanga geht es dann die nächsten Tage an und hoffentlich über die sambische Grenze.

Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen

Udzungwa Mountains Nationalpark

Von Westen kommend biegt man vor dem Mikumi Nationalparkt vom Tan-Zam Highway ab, um dann die 60 km teils Teerstraße, teils Piste, teils üble Baustellenabschnitte, in Angriff zu nehmen. Die Anfahrt lohnt sich aber allemal. Die dicht bewachsenen, bis zu 2.000 m hohen Berghänge haben etwas mystisches und das Klima ist tropisch angenehm. Leider ist es aber nicht möglich, die Berge selbstständig zu begehen, denn wie (fast) überall in Afrika, muss man von einem Führer begleitet werden.

Trotz dem Parkeintrittspreis von USD 30 pro Person plus den USD 20 für den Guide plus VAT und Trinkgeld für den Selbigen entscheiden wir uns für die Tageswanderung zu den Sanje Wasserfällen. Nach den ersten paar hundert Metern kreuzt gleich mal eine Schlange unseren Weg und Vanessa, unser Guide, sagte nur: „Oh, did you see the snake? If this snake bites you, you will die within 24 hours“. Ok, das ist gut zu wissen. Ab da schauen wir beide ziemlich angestrengt auf den Boden und nicht mehr in die Baumwipfel. Auf den 3 km bis zur obersten Kaskade des Wasserfalls, werden uns immer wieder die Bäume und deren Anwendung in der traditionellen Medizin erklärt. Wir hören den Fluß rauschen, denn trotz Trockenzeit fließt noch ordentlich Wasser. Der Sanje-Wasserfall fließt über mehrere Stufen nach unten und in mehreren Becken kann man sogar schwimmen. Alles ist satt grün und der Blick in die Ebene ist traumhaft. Highlight neben dem Wasserfall waren zwei große Familien roter Stummelaffen, die von Baum zu Baum sprangen. Diese etwas kleineren Äffchen sind eigentlich ziemlich scheu und umso mehr freuten wir uns über unsere Sichtung.

Man legt bei der Wanderung ca. 6 km zurück. Es gibt auch noch einen Rundweg, welcher sehr schön sein soll, aber leider kann man diesen momentan aufgrund von Auswaschungen nicht begehen.

Übernachtet haben wir im schönen Hondo-Hondo Camp, nur ein paar Kilometer vom Parkeingang entfernt.

Bagamoyo

Nach fast 400 km erreichen wir die Küstenstadt Bagamoyo. In der deutschen Kolonialzeit war Bagamoyo als erste Hauptstadt von „Deutsch-Ostafrika“ bedeutsam, seine Geschichte geht aber zurück bis ins 8. Jahrhundert. Der Ort war ein Hafen für Elfenbein und Sklaven, die hier auf die Schiffe nach Sansibar gebracht wurden. Die orientalische Vergangenheit sieht man Bagamoyo an und wenn man sich mit der Geschichte des Sklavenhandels in dieser Region der Welt befasst, kann einem das Herz schwer werden. Entsprechend leitet sich der Name Bagamoyo von einer Redewendung auf Swahili ab, die soviel bedeute wie „Leg dein Herz nieder“. Denn keiner der Sklaven, der den Hafen Richtung Sansibar verließ, konnte damit rechnen, jemals wieder seine Heimat zu sehen.

Bagamoyo hat heute etwa 35.000 Einwohner und ist ein verschlafenes Städtchen. Die alten Kolonialgebäude, wie z.B. die deutsche Boma, verfallen zusehends und man kann das Zentrum locker an einem Tag durchstreifen. Da wir in der Traveller‘s Lodge unser Auto zum Camping abgestellt hatten, fingen wir unseren Rundgang bei der Allee an, die direkt auf die katholische Kirche zuführt. Hier gibt es ein kleines Museum, welches die Geschichte der christlichen Mission in Bagamoyo beschreibt. Die Kirche selbst ist innen in blau-weiß gehalten und mit schönen Wandmalereien verziert, welche die Befreiung von Sklaven durch das „Freikaufen“ durch die Missionare zeigen.

Im Zentrum des Ortes herrscht ein morbider Charme und es ist spannend, den Arbeitern zuzusehen, welche die Ladung für die Dhaus und die kleine Frachtfähre nach Sansibar vorbereiten. Es gibt oberhalb des Strands noch einen alten deutschen Soldatenfriedhof, der ein interessantes Fotomotiv abgibt.

Etwas weg von der Küste kann man bei „Pizza Fresh“ eine leckere Pizza essen, die von ein paar einheimischen Frauen mit Liebe gebacken wird. Im einfache Innenhof sitzt man schattig und kann sich für den Nachmittag stärken. Wer nach dem Sightseeing noch ein wenig ausspannen möchte, kann dies im „Firefly“ tun. Das Guesthouse bietet auch die Möglichkeit für Camping und wäre bei einem weiteren Besuch in Bagamoyo sicherlich unsere erste Wahl. Um den Pool herum kann man sich in die Kissen lümmeln und aus dem „Halbe-Glas“ den Tin & Tonic trinken.

Ein “Gläschen” Gin & Tonic für Tanja

Alles in Allem ist Bagamoyo ein interessantes Städtchen und wer einen Tag Sightseeing einplant, hat auch wirklich alles gesehen.

Indischer Ozean – Unser Lieblingsstrand Kimbiji von oben

Von Bagamoyo ging es zunächst wieder nach Dar, um bei Eckhard noch einen fälligen Öl- und Filterwechsel durchzuführen. Zusätzlich mussten noch zwei Glühkerzen und eine eingerissene Achsmanschette gewechselt werden, was ja leider immer einige Stunden Arbeit bedeutet, da dafür Bremse, Radlager, Stoßdämpfer und Teile der Radaufhängung demontiert werden müssen.

Nach getaner Arbeit hatten wir uns einen Besuch in der „Kimbiji Beach Lagoon“ redlich verdient. Die einfache Lodge mit Campingmöglichkeit hat sich zu unserem absoluten Lieblingsort am Indischen Ozean entwickelt. Wir hatten dazu ja bereits in unserem letzten Beitrag berichtet. Diesmal möchten wir euch ein paar Bilder aus der Luft zeigen, denn erstmals in Afrika haben wir unsere Drohne abheben lassen. So schön hier, aber seht selbst:

Isimila Gorge bei Iringa

Rund 23 km südwestlich von Iringa kann man von der Straße abzweigen und gelangt zur Isimila Schlucht und zu einer archäologischen Fundstätte. Die Stätte geht zurück auf unsere steinzeitlichen Vorfahren und es werden allerlei Faustkeile und Steinmesser ausgestellt. Man muss schon einen ausgeprägten Faible für Archäologie haben, um die Ausstellungsstücke spannend zu finden. Ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall, da sich an die Ausgrabungsstätte ein Tal mit lauter ausgewaschenen Sandsteinformationen anschließt. Es erinnert an das türkische Kappadokien, die Farben sind allerdings eher gelblich / bräunlich, was dem Ganzen einen eigenen Charme verleiht. Man muss zwingend einen Führer nehmen und Eintritt bezahlen, in unserem Fall zusammen 30.000 TSH.

Mbeya

Mbeya ist mit seinen gut 350.000 Einwohnern ein lebhaftes Zentrum des südlichen Tansania und gleichzeitig eine der Kornkammern des Landes, da der Boden hier fruchtbar und die Trocken- und Regenphasen recht gut planbar sind. Gleichzeitig ist man hier nahe an den Grenzen zu Malawi und Sambia, weshalb auch der internationale Handel hier eine große Rolle spielt. Eigentlich wäre es für uns von hier aus in Richtung Malawi weiter gegangen, da allerdings die Landgrenzen noch zu sind, werden wir in den kommenden Tagen versuchen, die Grenze nach Sambia zu überqueren.

Utengule Coffee Lodge und Coffee Farm

Etwas westlich von Mbeya liegt die Utengule Coffee Lodge, wo wir unser Camp für einige Tage aufgeschlagen haben. Die eigentliche Lodge ist geschlossen aber die Managerin Debbie und ihr emsiger Mitarbeiter Abdul geben uns einen der „Camping-Bungalows“ auf dem Areal, in dem wir Küche und Bad benutzen dürfen. Die Lage ist schön und ich schreibe diese Zeilen mit Blick in den Garten, der voller blühender Bäume und Sträucher ist. Und unser Mitbewohner ist ein Panther Schildkröte, die sich immer wieder sehen lässt. Herrlich.

Unweit der Lodge liegt das „Utengule Coffee Estate“, wo auf 240 Hektar Kaffee der Sorte Arabica angebaut wird. Nachdem wir bereits vor einigen Jahren eine kleine Kaffee-Farm in Kolumbien besucht hatten, haben wir uns auch hier eine Führung nicht entgehen lassen. Unser Guide Agri, der gleichzeitig verantwortlich für den Produktionsprozess ist, erklärte uns innerhalb von gut zwei Stunden, wie aus einer Kaffeebohne ein Kaffeestrauch wird, der wiederum Kaffeebeeren trägt.

Die kleinen Kaffeepflanzen in sandigem Boden

Aus der Kaffeefrucht werden kleine Setzlinge gezogen in sandigem Boden. Es dauert drei bis vier Monate, bis der Setzling aus der Aufzuchterde entnommen werden kann.

Die wachsenden Pflanzen im Kunststoffschlauch

Die kleine Pflanze wird dann in einen Folienschlauch gesetzt, der mit einem etwas kompakteren Boden gefüllt ist. Das Substrat besteht aus Sand, Erde und Kompost aus den organischen Abfällen der Kaffeeproduktion (Schalen und Fruchtfleisch). Ein Jahr lang werden die Pflanzen so aufgezogen, bis sie eingepflanzt werden können.

Einseitig zurückgeschnittene Kaffeepflanze

Die Kaffeepflanzen benötigen einen Platz von 1 Meter x 1 Meter. Der eingepflanzte Setzling braucht 3 Jahre, bis er zum ersten Mal Früchte trägt und Ertrag erwirtschaftet. Bereits nach sieben Jahren lässt der Ertrag wieder nach. Wenn dies der Fall ist, wird der früchtetragende Hauptast abgeschnitten. Aus der „Wunde“ sprießen wieder neue Triebe, von denen nur die zwei stärksten weiter wachsen dürfen. Auf diese Weise wird der Kaffeestrauch immer wieder verjüngt, so dass auch ein bis zu 100 Jahre alter Strauch noch Früchte tragen kann. Das systematische Zurückschneiden und auch das „Verletzen“ der Wurzeln ist eine Methode, um den Strauch dazu zu bringen, viele Blüten auszutreiben. Eine „gesunde“ Pflanze würde seine Energie eher in die Ausbildung von Blattwerk und weiteren Trieben investieren, was für die Kaffeeernte negative Folgen hätte. All dies macht die Kaffeepflanzen recht empfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Ein ganzes Team durchstreift deshalb jeden Tag die Plantage und meldet potentiellen Befall, welcher dann entsprechend bekämpft werden muss. Man versucht, größtenteils auf Pestizide zu verzichten und setzt zum Beispiel gegen einige Läuse eigens in Bambuswäldern gezüchtete Marienkäfer ein.

Kaffeeblüte mit aromatischem Duft

Die Kaffeeernte dauert hier von April bis August. Ab September blühen die Arabica-Pflanzen wieder und die Blüten verströmen einen aromatisch-süßen Duft. Bienen und andere Insekten sind zur Bestäubung nicht zwingend notwendig, da die Sorte Arabica ein Selbstbestäuber ist. Bei der hier nicht angebauten Sorte Robusta hingegen sind Insekten zwingend für die Bestäubung erforderlich.

Von der Blüte bis zur reifen Kaffeebohne vergehen ungefähr neun Monate.

Anlage zum Reinigen der Kaffeefrüchte und zum Entfernen des Fruchtfleischs. Armin ist sofort eingestiegen.

Die reifen Arabica-Kaffeebeeren werden in einem maschinellen Prozess unter Einsatz von großen Mengen Wasser (“wet-process”) weiterverarbeitet. Zunächst werden die reifen von den unreifen Beeren getrennt. Danach wird das Fruchtfleisch entfernt und die herausgetrennten Kaffeebohnen gereinigt. Diese werden dann an der Sonne für eine definierte Zeit getrocknet. Sie dürfen dabei aber auch nicht zu trocken werden. Die getrockneten Bohnen werden dann von ihrer Spreu befreit und anschließend nach unterschiedlichen Qualitäten für den Verkauf bereit gemacht. Bei Robusta-Kaffee wird die gesamte Kaffeefrucht getrocknet und danach die grünen Kaffeebohnen in einem einfachen “dry-process” herausgelöst.

Die hier hergestellten Arabica-Bohnen werden zu jeweils ungefähr 50 % auf dem lokalen und dem internationalen Weltmarkt verkauft. Letzterer ist ein durchaus spekulativer und immer wieder für Überraschungen gut. Aktuell ist der Preis ziemlich im Keller.

Die Kaffeebohnen werden übrigens immer als getrocknete „grüne“ Bohnen gehandelt. Die Veredelung durch Röstung erfolgt in der Regel immer erst als letzter Schritt möglichst nah beim Konsumenten.

Wir haben uns hier einen Kaffee-Blend gekauft, der zu 60% aus den hier produzierten Arabica-Bohnen und zu 40% aus Robusta-Bohnen aus der Gegend um den Lake Victoria stammt. Arabica hat feinere Aromen, Robusta dafür einen fast doppelt so hohen Koffein-Gehalt. Für uns ist beides wichtig…

PCR-Test

Wir wollen in Kürze nach Sambia einreisen, weshalb wir einen negativen PCR-Corona-Test benötigen. Dieser darf bei Einreise nicht älter als 14 Tage sein. Das ist gut, da es schlicht logistisch nicht möglich wäre, hier einen Test zu machen und innerhalb von 72 oder gar 48 Stunden nach Probenentnahme mit dem Ergebnis an der sambischen Grenze zu sein. Der Test selber war wieder einmal eine typisch afrikanische Komödie mit (hoffentlich) gutem Ausgang:

Wir hatten vorab mit Dr. Khamisi, dem Chef des kleinen lokalen Mbalizi Hospital, etwas westlich von Mbeya, Kontakt. Dies lief ganz entspannt und sehr freundlich per WhatsApp (das würde mir auch in Deutschland gut gefallen).

Als wir dann morgens kurz nach acht an dem kleinen Krankenhaus eintrafen, kam der Chef ein wenig verlegen auf uns zu: Leider sind die Test-Kits aktuell aus aber kein Problem, man fährt mit uns ins „Regional Hospital“ nach Mbeya, wo wir den Test auch machen können. Also ab in den Rettungswagen (ein klassischer Land Cruiser) und mit Vollgas innerhalb von 20 Minuten in die Stadt. Das dortige Krankenhaus war leider ziemlich überfüllt, so dass nur die Testmaterialien abgeholt wurden und die Probenentnahme doch in Mbalizi durchgeführt werden sollte. Wunderbar. Mit Vollgas zurück.

In der Ambulanz auf dem Weg nach Mbeya

Tanja war als erste dran und befürchtete schon das Schlimmste. Wir hatten nämlich schon viel von der schmerzhaften Abstrichnahme im obersten Winkel der Nase gehört. Zum Glück wurde allerdings doch nur ein Rachenabstrich gemacht. Für mich hieß es dann leider nochmals eine Stunde warten, da nur eines der benötigten Wattestäbchen im Tütchen mit den Testmaterialien war. Der Rettungswagen musste also nochmal nach Mbeya reinfahren, um eines zu holen…

Warten im Krankenhaus

Gegen 11 Uhr waren wir dann soweit fertig. Tansania hat nur ein Labor in Daressalam, welches die Tests auswerten kann. Unsere Proben werden mit dem Flugzeug von Mbeya nach Dar geflogen und dort untersucht. Nach 72 Stunden erhält man das Ergebnis per pdf-Datei auf das Smartphone. Wie alle „Government-Payments“ erfolgt die Bezahlung der Dienstleistung (in unserem Fall 50 USD pro Person) über das Handy, wozu eine einmalige Vorgangsnummer generiert wird. Dieses System ist zu 100% bargeldlos, was Korruption verhindert und erstaunlich gut funktioniert.

Jetzt sitzen wir auf unserer Terrasse und warten auf das Ergebnis. Kann nichts schiefgehen, schließlich ist Tansania schon seit Mai coronafrei ;-).

Restaurant

Pizza Fresh in Bagamoyo

Zwei tansanische Frauen haben hier ein kleines, italienisches Restaurant eröffnet. Die Pizza wird im Holzofen gebacken und schmeckt wirklich sehr lecker.

Mama Iringa in Iringa

Die Italienerin, die sich in Iringa niedergelassen hat, bietet außer Nudelgerichten und Pizza auch leckere italienische Fleischgerichte an. Hier isst man grandios!

Unsere schönsten Übernachtungsplätze

Hondo Hondo Camp in den Udzwungwa Mountains

Das direkt am Nationalpark gelegene Camp ist wunderbar grün und wenn man Glück (oder Pech) hat, kommen nachts auch mal die Elefanten aus den Bergen zu Besuch. Am Nachmittag ein Bier in der Bar nehmen, zuschauen wie die Sonne hinterm Berg unter geht und dabei den schwarz-weißen Stummelaffen und den Pavianen beim Rumtollen zuzusehen ist mal wieder „Afrika-Glücksgefühl“.

Der Preis ist 10 USD pro Person / die Duschen sind kalt.

Hondo-Hondo Camp. Der Name ist das Swahili-Wort für den afrikanischen Nashornvogel, den es hier zu sehen gibt.

Utengule Coffee Farm in Mbeya

Diese mit viel Liebe geführte Lodge lädt mal wieder zum Verweilen ein. Man bekommt als Camper einen ganzen Bungalow zur Verfügung gestellt. Eine Terrasse mit Liegestühle mit Blick in den schönen Garten lädt zum Relaxen ein.

Utengule Caffee Lodge Camping Bungalow

Hier kann man auch eine tolle Kaffee-Tour machen.

Ausreise aus Tansania

60 Stunden nach dem Covid-19 Test in Mbeya erhielten wir unser negatives Testergebnis per Whatsapp zugeschickt. Trotz allem waren wir natürlich super aufgeregt vor dem Grenzübergang.

Nach 2,5 Stunden Fahrt von Sumbawanga aus kamen wir in Kasesya an. Auf der tansanischen Seite wurde das Carnet ausgestempelt und bei der Immigration der Ausreise-Stempel in den Pass gedrückt. Nun mussten wir beim Health Officer unseren Gelbfiebernachweis vorlegen (warum bei der Ausreise?) und unser Covid-Zertifikat wurde abgestempelt. Ruck zuck waren wir also aus Tansania ausgereist.

Nun kam der spannende Teil, die Einreise nach Sambia. Wir mussten erst Mal 30 Minuten warten, bis der Health Officer erschien und unsere Daten in ein großes Buch eintrug. Dann weiter zur Immigration. Wir legten unsere Covid-Zertifikate vor und der Herr rief seine Chefin an, ob ein Touristen Visa ausgestellt werden darf. Nach 30 Sekunden war klar, es klappt. So lange der zweite Immigration Officer unsere Visa ausstellte, schaute der andere seinen Action Film weiter. Von Quarantäne war zum Glück nie die Rede – schließlich hatten wir ja unser Zertifikat – das “heilige” Dokument im Jahr 2020.

Dann mussten wir zurück zum Health Officer. Die Dame maß nun unsere Temperatur und fertig. Im nächsten Schritt wurde das Carnet eingestempelt und die Carbon Tax bezahlt.

Mit einigen Wartezeiten waren wir nach 2,5 Stunden fertig. Der Grenzübergang ist sehr zu empfehlen. Es geht sehr ruhig und freundlich zu – wir waren die einzigen Reisenden.

Die Visa-Kosten betragen 50 USD pro Person für 30 Tage und die Carbon Tax kostete uns 480 KW (ca. 23 €) für 2,5 Liter Hubraum.

Links zu allen unseren Erlebnissen in Tansania

Wissenswertes

Alles Interessante zu den Themen Einreisebestimmungen, SIM-Karte, Bargeld und Tanken findet ihr in unserem ersten Tansania-Bericht

Buchtip, Reiseführer & Papierkarte

Die Analphabetin, die rechnen konnte

Ein schönes Buch darüber, wie ein paar Außenseiter das politische Geschehen in Südafrika und Schweden unfreiwillig mitgestalten. Der Roman zeigt auch, dass das Schicksal seinen eigenen Weg geht und am Ende doch alles irgendwie gut wird.

Papierkarte

Die Straßenkarte aus dem Reiseknowhow-Verlag umfasst Ruanda und Tansania und diente uns als Back-up und für die grobe Routenplanung.

Reiseführer

Der Reiseführer aus dem Reiseknowhow-Verlag ist bereits etwas in die Jahre gekommen, war uns aber trotzdem ein sehr guter Begleiter, den wir empfehlen können. Toll ist das Kapitel über die Vegetation und Tierwelt.

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3 comments

  1. Habe soeben euern schönen neuen Bericht gelesen.
    Wie immer sehr interressant.
    Habt ihr schon ein Testergebnis?

  2. Hallo Armin und Tanja, Super, dass ihr ausreisen konntet. Wir waren letztes Jahr auch auf der Coffeefarm. Haben dort den Pool und die Umgebracht S genossen. Unser Toyota ist mittlerweile wieder zuhause.liebe Grüße und sicere Weiterreise Susanne und Michael aus Bielefeld

  3. Hallo Armin und Tanja, Super, dass ihr ausreisen konntet. Wir waren letztes Jahr auch auf der Coffeefarm. Haben den Pool und die Blütenpracht genossen. Unser Toyota ist mittlerweile wieder zuhause.liebe Grüße und sichere Weiterreise Susanne und Michael aus Bielefeld

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