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Zusammenfassung Türkei – alle Teilabschnitte unserer Reise und Reisetipps

Türkei Zusammenfassung

Die Türkei hat so viel zu bieten: Man findet Ausgrabungsstätten wie Pergamon und Ephesus, kann an wunderschönen Stränden baden, erlebt faszinierende Landschaften in Kappadokien und kann in das bunten Treiben in der Millionenmetropole Istanbul eintauchen. Und überall wird Gastfreundschaft groß geschrieben. Nie haben wir uns unwohl oder nicht willkommen gefühlt und stets wurde uns Hilfe oder eine Tasse Cay angeboten.

Wir haben knappe 4 Wochen in der Türkei verbracht. Zuerst besuchten wir:

Insgesamt sind wir 3.456 km in der Türkei gefahren. Hier seht ihr die von uns gefahrenen Routen, einschließlich unserer Übernachtungsplätze:

Die Routen mit Übernachtungsplätzen


 

Wie und was hat uns an der Türkei gefallen?

Die Türkei ist anders als die anderen Länder Südosteuropas, die wir zuvor bereist hatten. Das hängt auch damit zusammen, dass die Türkei muslimisch geprägt ist. Es ist auf den  ersten Blick natürlich exotisch, wenn man in jedem Ort mehrere Moscheen sieht und der Muezzin von den Minaretten ruft. Zum Teil in exorbitanter Lautstärke. Uns hat diese Abwechslung wirklich gut gefallen.

Was aber noch viel wichtiger ist: Die Türkei ist ein Reiseland, welches sich über Gäste freut. Gerne ist man zu einem Plausch aufgelegt, sei es auf Englisch, Deutsch oder mit Händen und Füssen. Überall wurden wir gut behandelt und haben Unterstützung erhalten, wo wir diese benötigten.

Reisen mit dem Camper

Für unsere Art zu reisen war die Strecke entlang der Westküste weniger geeignet. Alles ist zugebaut und es reiht sich ein Touristenort an den anderen. Da fühlt man sich mit dem Camper nicht so richtig wohl. Was es uns wirklich angetan hat, waren die historischen Stätten wie Pergamon und Ephesus. Diese sind mindestens genau so beeindruckend wie die schönsten Ausgrabungen Griechenlands.

Richtig gut gefallen hat es uns auch in Pamukkale: Nur wenige hundert Meter von den Kalkterrassen entfernt, konnten wir im Wald kampieren und den Ort mit etwas Distanz ganz anders erleben, als in den wuseligen Menschenmassen. Generell waren es die „hidden gems“, die uns wirklich verzaubert haben: Cirali an der schroff-schönen Lykischen Küste und natürlich Kappadokien, wo man mit dem Camper noch immer völlig abseits der Touristenströme die tollsten Aussichten genießen kann.

Überhaupt Camping: Macht man sich in Europa eigentlich in jedem Land Gedanken, ob freies Camping mit dem Fahrzeug erlaubt ist, stellt sich diese Frage in der Türkei bisher nicht. Findet man einen schönen Platz in der Natur, kann man da selbstverständlich bleiben – Natürlich geht man dort mit gutem Beispiel voran und lässt außer ein paar Reifenabdrücken nichts zurück!

Türkei Pamukkale
Türkei Pamukkale

Istanbul wiederum ist ein Kapitel für sich. Wir können jedem diese besondere Metropole ans Herz legen. Allerdings nicht mit dem Camper, sondern am besten von einem der durchaus günstig zu bekommenden Airbnbs oder Hotels aus. Dann kann man eintauchen in eine einmalige Stadt zwischen Europa und Asien, zwischen Tradition und Moderne.

Straßen und Off-Road

Türkeis Straßen sind einfach zu beschreiben: super ausgebaut! Manchmal schon zu gut. Zumindest in dem Gebiet, welches wir bereist haben.

Unsere Geländegängigkeit konnten wir dann wieder dafür nutzen, tolle Schlafplätze aufzusuchen, gerade in Kappadokien.

Türkei Kappadokien
Türkei Kappadokien

Essen in der Türkei

Hier weiß man gar nicht wo man anfangen soll zu erzählen. Erstmal vorneweg: Uns hat das Essen super geschmeckt und durch die günstigen Preise sind wir in der Türkei auch oft Essen gegangen.

Wir stellen euch nun ein paar unserer Lieblings-Gerichte vor:

Gözleme

Türkischer Pfannkuchen gefüllt mit Käse, Spinat, Hackfleisch oder auch mit Schokolade. Ein Gözleme ist ein günstiger Snack für Zwischendurch.

Pide

Jeder kennt sie und die Meisten mögen sie, die Pide. Pide bekommt man hier auch in allen Variationen. Meine Lieblings-Pide in Istanbul in unserem Stammlokal Borsam Taşfırın war mit Hackfleisch, Käse und Ei belegt und wurde dann mit viel frischer Petersilie und Zitrone garniert.

Manti

Das sind kleine Ravioli gefüllt mit Hackfleisch, versteckt unter einer Joghurt und Tomatensoßen Schicht. Und das Ganze wird dann noch mit Kräutern verfeinert. Sehr mächtig, aber super lecker.

Köfte

Bei Köfte handelt es sich um (Fleisch-) bällchen, welche in allen Variationen serviert werden. Dazu gibt es meist Pommes und Salat.

Das war aber nur ein kleiner Teil an Speisen die wir ausprobiert und uns geschmeckt haben. Ach und bevor ich es vergesse, super lecker war auch das Hefegebäck welches mit Sesampaste (Tahin) gefüllt wird und mit Sesamkerne bestreut werden. Zum Frühstück einfach mega lecker.

Reiseführer

Wir hatten für unseren Roadtrip den Reiseführer von Michael Müller besorgt. Dieser wurde bereits 2015 veröffentlicht, aber wir hatten kein aktuelleres Buch gefunden. Klar sind einige Dinge längst überholt, aber uns hat das Buch einen guten Überblick verschafft und Sehenswürdigkeiten ändern sich auch nicht grundlegend. Was interessant ist, die Preise werden im Reiseführer in € angegeben und durch die Inflation der Türkischen Lira sind die heutigen Preise meist 10 % unter den angegebenen Preisen von damals. Für Reisende auf den ersten Blick gut, für die Menschen in der Türkei eine durchaus dramatische Entwicklung.

Straßenkarte

Zusätzlich zu den online oder offline Maps kaufen wir immer noch eine altertümliche Papierkarte. Die Karten von Reiseknowhow sind wasser- und reißfest und somit genau das richtige für uns.


 

Einreise

Personen: Reisepass oder Ausweis (Aufenthaltsdauer 90 Tage)

KFZ-Fahrzeug: Führerschein, Fahrzeugschein und grüne Versicherungskarte. Achtung, hier darf die Türkei nicht durchgestrichen sein.

Fahren in der Türkei

Gleich vorneweg, in der Türkei ist das Straßennetz wirklich sehr gut ausgebaut. Meist ging es mehrspurig, auf tollen Straßen, an die von uns angefahrenen Orte. Hier muss man allerdings sagen, dass unser östlichster Punkt Kappadokien war.

Benutzung der Autobahn

Man muß sich hierfür den HGS-Sticker zur Benutzung der Türkischen Autobahnen besorgen. Diesen gibt es in den PTT (Post) Shops oder einigen Shell-Stationen.

Das HGS System

Es handelt sich bei dem HGS-System um einen RFID-Chip, der an die Frontscheibe geklebt und beim Durchfahren der Mautstationen ausgelesen wird. Er kostet in seiner Basisversion 62,50 Lira (ca. 10 EUR), wovon 50 Lira Guthaben für die nicht sehr teuren Autobahnen sind. Die Nummer des Chips wurde im System mit unserer Autonummer verheiratet, so dass man in der HGS-App nach Eingabe der Autonummer sehen kann, wie viel Guthaben noch verfügbar ist.

Aufladen von Guthaben

Sollte es zur Neige gehen, wird einfach in der App per Kreditkarte nachgeladen. Was bei uns natürlich nicht funktioniert hat. Wir benötigten dazu die Hilfe eines Türkischen Freundes. Vom Prinzip her gefällt uns das einfache und transparente System, auch wenn es datenschutzseitig sicher eher bedenklich ist.

Mobiles Datennetz

Hier wurde uns Turkcell empfohlen, da dieser Betreiber die beste Netzabdeckung gewährleistet. So war es dann auch, denn wir hatten wirklich überall mindestens 3G.

Unser Datenpaket für 96 Türkische Lira (ca. 15 €) umfasste folgendes:

  • Prepaid (SIM für 3 Monate gültig)
  • 6 GB Datenvolumen (plus 3 GB geschenkt als Aktion)
  • 1000 Freiminuten Telefonie in der Türkei (zweitrangig) und 250 SMS

Währung / Geldautomaten

Mit unserer DKB Kreditkarte konnten wir gebührenfrei Türkische Lira abheben. Den besten Kurs gab es bei der Halkbank. Wir haben für 1 € ca. 6,47 TL bekommen. (Stand 25.10.19)

Einkaufen

Im Osten der Türkei gibt es Supermärkte wie Sand am Meer. Immer wieder sieht man die Kette SOK, A101 oder BIM. Diese Märkte haben günstige Produkte im Programm.

Wir waren allerdings Stammkunde im MIGROS. Nein, Schweizer Käse findet man hier nicht, allerdings gibt es tatsächlich auch Toblerone zu kaufen. Was uns aber wichtig war: Es gibt hier recht gutes Körnerbrot und super leckere Teilchen für den Hunger zwischendurch. Und das in der Türkei recht teure Bier. Aber das wäre ja am falschen Ende gespart :).

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