ReisetippsRoutenplanungWorldtrip 2019

Update: Heute so, morgen so – Flexibilität auf Reisen

Stand Oktober 2019 und finale Entscheidung

Verschiffung – und wieder kommt es anders!

Nachdem wir uns mit dem Gedanken angefreundet hatten, von Istanbul in den Sudan zu verschiffen, holten wir entsprechende Angebot bei der Rederei und den entsprechenden Agenten vor Ort ein. Es sollte aber unbedingt eine Containerverschiffung sein, da das Schiff in Jeddah, Saudi Arabien, umgeladen werden muss. Als wir dann in der Türkei angekommen waren, wollten wir den genauen Verschiffungstermin wissen und natürlich wollten wir uns nochmals die bereits übermittelten Kosten bestätigen lassen. Und dann kam wieder alles anderes. Anstatt einem 20 Fuss Container, sollten wir nun einen 40 Fuss Highcube Container nehmen. Die Kosten waren somit 2,5 mal so hoch und die € 4.000 Marke wurde überschritten. Somit war diese Option vom Tisch und wir begannen wieder von vorne. Da aber mittlerweile die Verschiffung nach Ägypten wieder möglich war, wäre ja Plan A wieder ins Spiel gekommen. Aber ganz so einfach machten wir es uns nicht. Erst mal wurden Pro und Contra Listen erstellt und die Kosten für verschiedene Optionen aufgezeigt. Das Papier (ja wir hatten das Handschriftlich gemacht), bestätigte uns, dass wir doch wieder heiß auf die Route Cairo to Cape Town sind. Also wurden wieder Anfragen verschickt und es stand fest, dass wir nach unserer Türkei-Runde zurück nach Athen fahren und von Piräus aus verschiffen werden.

Verschiffungsrouten pro / contra
Verschiffungsrouten pro / contra

Wenn euch interessiert, wie das alles von Statten ging und welche Kosten entstanden sind, könnt ihr die Informationen hier nachlesen

Stand Juni 2019

Gerade vor ein paar Wochen haben wir euch hier unsere Routenplanung grob vorgestellt. Vielleicht erinnert ihr euch: Es sollte nach unserem entspannten Balkan-Trip von Griechenland nach Ägypten gehen und von dort immer weiter südwärts durch den Sudan, über Äthiopien nach Kenia. Wir sind noch nicht mal losgefahren und schon sieht die Welt wieder anders aus:

Ärger in Ägypten

Momentan ist es so, dass die Einfuhr von Allrad-Fahrzeugen nach Ägypten nicht möglich ist. Einige Overlander berichten, dass ihr Fahrzeug seit Mitte Mai im Hafen von Alexandria steht und nicht durch den Zoll kommt. Dabei ist es egal, ob das Fahrzeug mit dem Container oder als RoRo Fracht ins Land gekommen ist. Zunächst ging das Gerücht um, dass ein lizenzierter GPS-Tracker installiert werden muss, um die gefahrene Route zu überwachen. Warum die Behörden diesen Schritt gehen, lässt sich aktuell nur spekulieren. Fakt ist jedenfalls: Eine Einreise von Europa kommend auf dem Seeweg ist aktuell mit unserem Fahrzeug nicht möglich. Nun ist der Ramadan vorbei und wir werden die Entwicklungen weiterhin im Auge behalten. In Afrika ändern sich die Dinge schnell – daran müssen wir uns erst noch gewöhnen.

Umsturz im Sudan

Als am 11. April 2019 Umar al-Baschir nach 30 Jahren „Amtszeit“ bei einem Militärputsch abgesetzt wurde, feierten zunächst die Menschen auf den Strassen von Khartum. In einer Übergangszeit sollte ein Rat aus Militär und Vertretern der Zivilgesellschaft das Land bis zu Neuwahlen führen. Da nun aber bei der blutigen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt viele Menschen ums Leben gekommen sind und wir leider bürgerkriegsähnliche Szenen in den Nachrichten sehen mussten, ist die Zukunft des Sudan wieder mehr als ungewiss. Aktuell ist die Sicherheitslage jedenfalls so schlecht, dass wir nicht guten Gewissens in den Sudan reisen würden, zumal wir um einen Besuch der Hauptstadt nicht herum kommen, da wir dort das Visum für Äthiopien beantragen müssten.

Unsere Optionen?

Es bleibt also spannend und was sind unsere Optionen? Natürlich wollen wir so lange es geht an unserem ursprünglichen Plan festhalten. Falls wir nicht nach Ägypten einreisen können, wäre auch das direkte Verschiffen nach Port Sudan / Sudan eine Variante. Sollte das auch nicht klappen, wäre es eine Möglichkeit, die Afrikareise weiter südlich zu beginnen: Wir könnten zum Beispiel eine Schleife durch die Türkei fahren und das Fahrzeug dann nach Mombasa / Kenia verschiffen. Dies ist aber zunächst nur ein Gedankenspiel, denn in Afrika scheint alles möglich…

Ach ja: Die beste Quelle für Informationen zu den aktuellen Entwicklungen scheint momentan Facebook zu sein: Wir sind in der Gruppe „Overlanding Africa“ aktiv, hier berichten auch viele Reisende von ihren aktuellen Erlebnissen auf der Route.

Euer Armin

P.S. Wenn es Euch interessiert, welche Reiseliteratur wir zur Planung benutzen: Hier gibt es eine Liste!

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One comment

  1. Hallo ihr Lieben,

    da kann man ja nur mitfiebern. Ich werde bei unseren Reisen schon nervös, wenn der Flug nicht klappt… Wir drücken Euch die Daumen, dass sich die Lage in den nächsten Wochen wieder bessert bzw. ihr zumindest Klarheit erhaltet. Es wäre ja wirklich schade… aber ihr habt natürlich recht – Sicherheit geht vor!
    Dennoch erstmal ein paar schöne Wochen in Südosteuropa…
    Beste Grüße,
    Q&B

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