ReisetippsRoutenplanungWorldtrip 2019

Heute so, morgen so – Flexibilität auf Reisen

Gerade vor ein paar Wochen haben wir euch hier unsere Routenplanung grob vorgestellt. Vielleicht erinnert ihr euch: Es sollte nach unserem entspannten Balkan-Trip von Griechenland nach Ägypten gehen und von dort immer weiter südwärts durch den Sudan, über Äthiopien nach Kenia. Wir sind noch nicht mal losgefahren und schon sieht die Welt wieder anders aus:

Ärger in Ägypten

Momentan ist es so, dass die Einfuhr von Allrad-Fahrzeugen nach Ägypten nicht möglich ist. Einige Overlander berichten, dass ihr Fahrzeug seit Mitte Mai im Hafen von Alexandria steht und nicht durch den Zoll kommt. Dabei ist es egal, ob das Fahrzeug mit dem Container oder als RoRo Fracht ins Land gekommen ist. Zunächst ging das Gerücht um, dass ein lizenzierter GPS-Tracker installiert werden muss, um die gefahrene Route zu überwachen. Warum die Behörden diesen Schritt gehen, lässt sich aktuell nur spekulieren. Fakt ist jedenfalls: Eine Einreise von Europa kommend auf dem Seeweg ist aktuell mit unserem Fahrzeug nicht möglich. Nun ist der Ramadan vorbei und wir werden die Entwicklungen weiterhin im Auge behalten. In Afrika ändern sich die Dinge schnell – daran müssen wir uns erst noch gewöhnen.

Umsturz im Sudan

Als am 11. April 2019 Umar al-Baschir nach 30 Jahren „Amtszeit“ bei einem Militärputsch abgesetzt wurde, feierten zunächst die Menschen auf den Strassen von Khartum. In einer Übergangszeit sollte ein Rat aus Militär und Vertretern der Zivilgesellschaft das Land bis zu Neuwahlen führen. Da nun aber bei der blutigen Niederschlagung von Protesten in der Hauptstadt viele Menschen ums Leben gekommen sind und wir leider bürgerkriegsähnliche Szenen in den Nachrichten sehen mussten, ist die Zukunft des Sudan wieder mehr als ungewiss. Aktuell ist die Sicherheitslage jedenfalls so schlecht, dass wir nicht guten Gewissens in den Sudan reisen würden, zumal wir um einen Besuch der Hauptstadt nicht herum kommen, da wir dort das Visum für Äthiopien beantragen müssten.

Unsere Optionen?

Es bleibt also spannend und was sind unsere Optionen? Natürlich wollen wir so lange es geht an unserem ursprünglichen Plan festhalten. Falls wir nicht nach Ägypten einreisen können, wäre auch das direkte Verschiffen nach Port Sudan / Sudan eine Variante. Sollte das auch nicht klappen, wäre es eine Möglichkeit, die Afrikareise weiter südlich zu beginnen: Wir könnten zum Beispiel eine Schleife durch die Türkei fahren und das Fahrzeug dann nach Mombasa / Kenia verschiffen. Dies ist aber zunächst nur ein Gedankenspiel, denn in Afrika scheint alles möglich…

Ach ja: Die beste Quelle für Informationen zu den aktuellen Entwicklungen scheint momentan Facebook zu sein: Wir sind in der Gruppe „Overlanding Africa“ aktiv, hier berichten auch viele Reisende von ihren aktuellen Erlebnissen auf der Route.

Euer Armin

P.S. Wenn es Euch interessiert, welche Reiseliteratur wir zur Planung benutzen: Hier gibt es eine Liste!

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One comment

  1. Hallo ihr Lieben,

    da kann man ja nur mitfiebern. Ich werde bei unseren Reisen schon nervös, wenn der Flug nicht klappt… Wir drücken Euch die Daumen, dass sich die Lage in den nächsten Wochen wieder bessert bzw. ihr zumindest Klarheit erhaltet. Es wäre ja wirklich schade… aber ihr habt natürlich recht – Sicherheit geht vor!
    Dennoch erstmal ein paar schöne Wochen in Südosteuropa…
    Beste Grüße,
    Q&B

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