AfrikaBotswanaReisenWorldtrip 2019 - 2021

Botswana – Safari im Moremi NP, der Khwai Region und dem Chobe NP

Botswana Chobe

Das Okawango-Delta ist ein einzigartiges Naturwunder. In Maun chartern wir für eine Stunde einen Flieger, um es uns aus der Vogelperspektive anzusehen. Maun ist als „Safari-Hauptstadt“ auch unsere Ausgangspunkt für die Safaris durch den Moremi Nationalpark, der einen guten Teil des Deltas abdeckt, die angrenzende Khwai-Region mit dem gleichnamigen berühmten Fluss und dem Chobe Nationalpark. Wir fahren auf staubigen Pfaden bis an das inoffizielle Vierländereck zwischen Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe. Good-bye Zivilisation!

Route – Teil 2

Es geht von Maun Richtung Norden zum South Gate des Moremi National Park, wo wir für eine Nacht das Xakanaxa Camp beziehen. Wir verlassen dann den Park am North Gate und fahren in das Gebiet des Khwai Community Trust ein, wo wir uns drei Tage auf der Magotho Campsite einmieten. Durch das Mababe Gate erreichen wir den Chobe Nationalpark. In dessen Savuti Region unternehmen wir einige tolle Pirschfahrten, bevor wir den Nationalpark am Gocha Gate verlassen. Wir verbringen spannende und wildreiche Nächte in der Chobe-Enklave südlich und nördlich von Kachikau, die nicht offiziell zum Nationalpark gehört. Über der nördlichen Teil des Chobe Nationalparks geht es dann Richtung Kasane, wo wir mit einer Flusssafari unsere Fahrt durch diesen wunderbar wilden Teil Botswanas abschließen.

Insgesamt sind wir 818 km gefahren.

Sehenswertes & Sehenswürdigkeiten, Erlebnisse und Begegnungen

Die Gegend nördlich von Maun gehört zweifellos zu den wildesten und spannendsten Regionen Afrikas, wenn es um Safaris und Tierbegegnungen geht. Hier leben wieder riesige Elefantenherden und wenn man Hunderte dieser Tiere an einem Wasserloch zusammenkommen sieht, spürt man die ganze Kraft dieses faszinierenden Kontinents. Die Camps, auf denen man als Selbstfahrer übernachtet, sind in der Regel nicht eingezäunt und entsprechend sind Tierbesuche garantiert.

Elefantenbesuch im Camp

Die Safarihauptstadt Maun

Maun ist eine Streusiedlung am Rande des Okawango-Deltas und das Zentrum für alle touristischen Aktivitäten, die man von hier aus starten kann. Hier kann man gut einkaufen und die Vorräte und Tanks für das nächste Abenteuer auffüllen. Die Nationalparkbehörde Botswanas (DWNP) hat hier ein Büro, ebenso die vielen privaten und community-basierten Lodge- und Campingplatzbetreiber. Der DWNP hat in vielen Nationalparks und Game Reserves die Konzession zum Betrieb von Camps und Lodges an private Anbieter verpachtet, an die man sich jeweils für eine Buchung wenden muss. Das System ist alles andere als kundenfreundlich und macht es Individualtouristen nicht ganz einfach, eine schöne Route durch die Parks zu buchen. Mit ein wenig Zeit und freundlicher Hartnäckigkeit schafft man es dann aber doch, sich eine schöne Tour zusammen zu stellen und mit etwas telefonischer Vorarbeit, ist dann in einem halben Tag in Maun auch alles organisiert. Wir beschreiben jeweils unten, bei welchem Anbieter die von uns besuchten Camps zu buchen sind und in der Karte oben findet ihr, wo diese in Maun ihr Büro haben.

Rundflug über das Okawango-Delta

Ein langgehegter Traum von uns war der Rundflug über das Okawango-Delta. Für einige Aktivitäten hatten wir uns im Vorfeld der Reise ein „Sonderbudget“ angelegt. Darunter fielen unter anderem der Besuch bei den Berggorillas, das Trekking in den Rwenzori Mountains und das Tauchen am Roten Meer. Und eben dieser Flug über das Delta. Telefonisch hatte ich bereits einen Termin mit „Mack Air“ für einen einstündigen Rundflug ausgemacht und morgens um 8 Uhr sollte es losgehen. Der Preis liegt bei 1280 Pula pro Person, ungefähr 100 Euro.

Wir finden uns pünktlich im Büro ein und unsere Flugtickets sind bereits gedruckt. Das Flugzeug ist betankt und unser Pilot, der erfahrene Andrew, ist bereits am Flugzeug, als wir mit dem Kleinbus vorgefahren werden. Generell ist der internationale Flughafen Maun ein sympathischer und aufgeräumter Ort, an dem sehr professionell gearbeitet wird. Wie bei jedem Flug müssen wir durch die ganz normale Sicherheitsprozedur, Gepäckscan inklusive.

Unser Flugzeug ist eine Australisch-Indische Koproduktion, eine GA-8 Airvan für sechs Passagiere, die uns der freundliche Mann am Check-in enthusiastisch als „das Beste aus Indien und Australien“ anpreist. Da ich tatsächlich keine Ahnung vom Qualitätsniveau der australisch-indischen Luftfahrtindustrie habe und das Fluggerät wohl ein erprobtes und beliebtes Buschflugzeug ist, steigen wir voller Vorfreude ein.

Wie es in der aktuellen Zeit nun einmal oft der Fall ist, sind wir die einzigen Gäste und haben somit einen Privat-Charter für die Stunde über dem Delta. Wir sitzen direkt hinter unserem Piloten Andrew und er erklärt uns das eine oder andere über diese einmalige Flusslandschaft: Der Okawango entsteht im angolanischen Hochland durch den Zusammenfluss zweier Ströme, wo er auch durch starke Regenfälle gespeist wird. Er fließt der Kalahari entgegen, verzweigt sich aufgrund seines geringen Gefälles zu einem breiten Binnendelta und versickert dann schließlich nördlich von Maun im Sand. Das Delta ist Heimat für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt und obwohl jetzt Trockenzeit in Botswana ist, hat das Wasser im Delta seinen Höchststand. Das Wetter war aber in den letzten zwei Jahren (wie überall in Afrika) alles andere als typisch, so dass die Flutwelle aus Angola recht klein ausgefallen ist, dafür das Delta aber ungewöhnlich stark aus lokalen Regenfällen während der letzten starken Regenzeit gespeist wurde.

In ungefähr 160 Meter Höhe überfliegen wir mit 110 Knoten die von Wasser durchzogene Landschaft aus grün und braun und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir sehen Giraffen, Büffel und Elefanten, die in dem fruchtbaren Landstrich ihre Heimat gefunden haben. Sogar große Krokodile sehen wir faul am Ufer liegen. Nachdem wir „Chief-Island“ überflogen haben und wieder in südlicher Richtung den größeren Wasserarmen folgen, wird die Landschaft noch saftiger und grüner. Der Flug ist ruhig und die Zeit ist viel zu schnell vergangen, als wir wieder auf der Startbahn des Flughafens Maun aufsetzen, die für unser kleines Flugzeug vollständig überdimensioniert erscheint. Wie spannend muss es sein, mit einem solchen Flugzeug die entlegensten Regionen Afrikas anzufliegen und in der Wildnis auf den schmalen und staubigen „Airstrips“ zu landen, die wir nach langen Offroad-Fahrten oft von unserem Auto aus sehen?

Unser Blick aus der „Vogelperspektive“ auf dieses Stück einzigartige Natur hat uns wirklich nachhaltig beeindruckt!

Pizza im Bell Frog

Da Botswana mit seinen vielen tollen Naturparks und schönen Camps für uns ein recht teures Reiseland ist, hatten wir bisher immer selber gekocht. Jetzt nach dem tollen Rundflug wollen wir uns eine leckere Pizza gönnen. Hierzu wurde uns das „Bell Frog“ empfohlen. Ein kleines Restaurant „etwas außerhalb“ von Maun, bereits im Okawango-Delta gelegen. Wir starten die Navigation mit Google Maps und verlassen die Stadt südlich des Airports. Schnell wird aus der Straße eine tiefsandige Piste und bereits nach 15 Minuten irren wir auf schmalen Pfaden umher. An den gelegentlich auftauchenden „Cattle Posts“ sind die Leute ausgesucht höflich und sehr hilfsbereit und weisen uns immer gerne den Weg. Dies ist das „alte“ Botswana mit seinen gepflegten Rindern, traditionellen Werten und großer Höflichkeit. Mma Ramotswe wäre stolz auf diese Menschen, die hier ein einfaches Leben führen und auf die Rinder achtgeben, die ihnen anvertraut werden.

Wir überqueren den „Buffalo-Fence“. Dieser Zaun soll hier im Delta die Rinder der Farmen von den wildlebenden Büffeln trennen. Beide können die Maul- und Klauenseuche übertragen und es werden im ganzen Land große Anstrengungen unternommen, diese einzudämmen. Die Pfade werden immer schmaler und die Büsche kratzen am Blech. Dazu riecht es stark nach Elefant! Tanja muss immer wieder aussteigen und die armdicken Äste wegräumen, die ein übellauniger Dickhäuter direkt vor uns von den Bäumen gerissen hat. Angespannt und eingestaubt kommen wir 1:45 Stunden und 18 Kilometer später am „Bell Frog“ an. Ein netter Biergarten ist am Wasser angelegt, der Rasen gepflegt und wir essen eine köstlich knusprige Pizza. Dazu gibt es einen wohlverdienten „hopfenhaltigen Softdrink“ (hier ist ja noch immer Alkoholverbot). Wer zum Geier verirrt sich hierher? Zurück wählen wir eine weniger romantische Route und nach nur 45 Minuten kommen wir nördlich des Flughafens wieder in Maun an. Wie so oft in der Wildnis gilt auch hier: „Don’t trust Google Maps“…

Moremi Nationalpark – Xakanaxa Region

Nach zwei Nächten im Crocodile Camp in Maun steigen wir ein in unsere Route durch den wilden Norden des Landes. Wir verlassen die Stadt im Morgengrauen und erreichen knapp zwei Stunden später das South Gate des Moremi Nationalparks. Wir zeigen unsere Buchung für die Campsite vor und lösen den Parkeintritt für zwei Tage. Die von uns gebuchte Xakanaxa Campsite wird von Kwalate Safaris verwaltet. Wir hatten telefonisch ein Tage vorher gebucht und dann in Maun in deren Büro bezahlt.

Wir erreichen die Campsite gegen Mittag und schauen uns erst einmal um. Unser Platz mit Grillstelle liegt direkt unter einem Baum am Schilfgürtel des Khwai Flusses. Die Region ist grün und wir machen einen Nachmittags-Game-Drive in der Gegend um unser Camp in Richtung „Fourth Bridge“. Leider sind die dritte und vierte Brücke in der letzten Regenzeit zerstört worden, so dass wir diese nicht überqueren können. Die Wege sind sehr holprig und man kommt nur langsam voran, dennoch ist die Atmosphäre in diesem Teil des Moremi Nationalparks sehr schön. Große Bäume bestimmen das Bild, Elefanten grasen am Wegesrand und Hippos planschen im reichlich vorhandenen Wasser. Als wir abends dann vor Sonnenuntergang das Abendessen vorbereiten, kommt ein großer Elefantenbulle ins Camp. Er nascht von den Früchten, die reif von den Bäumen fallen. Wir schauen nach unten zu unseren Füßen und sehen, dass wir auch inmitten dieser Früchte sitzen. Vorsichtshalber ziehen wir mit unserem Tisch um, aber der Elefant entscheidet sich umzudrehen und unsere südafrikanischen Nachbarn zu besuchen. Diese Nähe zu Elefanten sind wir nicht gewohnt. In vielen anderen Teilen Afrikas, die wir bisher besucht haben, sind Elefanten nicht gut auf den Menschen zu sprechen. Sie verhalten sich oft ängstlich oder aggressiv und man muss bei Begegnungen mit ihnen auf der Hut sein und Abstand halten. Tatsächlich sind sie aufgrund ihrer schieren Größe und Kraft, aber auch aufgrund ihrer Intelligenz die Tiere Afrikas, vor denen wir den größten Respekt haben. Diesen darf man natürlich auch hier in Botswana niemals verlieren. Dennoch ist es für uns ein besonderes Erlebnis, dass sich die Tiere einem ohne Stress auf viel geringe Distanz nähern, als wir das bisher erlebt haben.

Nach einem schönen Lagerfeuer gehen wir ins Bett und schlafen tief und fest. Beim Absteigen aus dem Dachzelt am nächsten Morgen sehe ich es sofort: Eine große Katze ist in der Nacht dicht um unser Auto geschlichen. Als mehr oder weniger erfahrene Fährtenleser können wir die Spuren schnell einem ausgewachsenen Leoparden zuordnen, der auf seinem Weg eine volle Runde um unser Auto gedreht hat. Wir schauen uns an und müssen kurz schlucken. Man sollte bei Dunkelheit einfach immer ganz dicht beim Auto bleiben, wenn man auch morgens noch an der Spitze der Nahrungskette stehen möchte.

Die Khwai Region – Khwai Development Trust Magotho Campsite

Von der Xakanaxa Campsite im Moremi Nationalpark fahren wir westlich Richtung North Gate. Wir machen ein schönes Picknick an den Dombo Hippo Pools. Gegen Mittag verlassen wir den Park am North Gate und fahren über die Holzbrücke in das Gebiet des Khwai Community Trust ein. Wir haben drei Nächte auf der Magotho Campsite vorab telefonisch gebucht und dann bezahlt im Khwai Büro in Maun. Dieses Gebiet liegt außerhalb der Nationalparks Moremi und Chobe und wird von der lokalen Khwai Community verwaltet. Das Magotho Camp liegt am Nordufer des Khwai River und die Tiere können den Fluss einfach überqueren. Es ist weit genug von den Dörfern und Siedlungen entfernt, so dass man keine Zivilisationsgeräusche wahrnimmt. Die Tierwelt und die Landschaft unterschiedet sich entsprechend nicht von der innerhalb der Parks und das Gebiet lädt ein zu Pirschfahrten entlang des Flusses und im Mopane-Wald. Wir hatten die Campsite „Old No. 3“ zugewiesen bekommen und damit echtes Glück: Der Platz liegt direkt am Fluss unter einem großen schattenspendenden Baum und ist zum Weg hin durch Büsche eingefasst. Man hat einen tollen Blick auf den Khwai und die Landschaft um den Fluss ist herrlich grün. Hier verbringen wir insgesamt drei Nächte und genießen die Natur in vollen Zügen.

Wenn man etwas länger an einem Ort in der Wildnis ist, merkt man, wie sich die Tage unterschieden: Am ersten Tag stehen abends zum Sonnenuntergang große Elefantenbullen im Fluss und Giraffen kommen zum Trinken ans Wasser. Am zweiten Tag bekommen wir zur Mittagszeit Besuch von Elefanten in unserem Camp. Während wir essen, ziehen die Tiere in ein paar Meter Entfernung langsam grasend an uns vorbei. Sie sammeln sich im Fluss, sind dann aber plötzlich zum Sonnenuntergang spurlos verschwunden. Dafür sehen wir am darauffolgenden Tag die kleinen Tiere über unser Camp huschen: Buschhörnchen, Mangusten und viele unterschiedliche Vogelarten.

Am letzten Abend sitzen wir am Feuer und hören ein charakteristisches „Grasrupfen“ und Schnauben ganz in der Nähe. Tanja schaltet unseren kräftigen Suchscheinwerfer an (Kopflampen, Tischlampen und kräftige Spotlights sind wichtige Utensilien auf jedem Afrika-Trip) und leuchtet einem Hippo direkt ins Gesicht, das nur ca. 10 Meter von uns entfernt am Grasen ist. Als wir dann nachts im Zelt liegen und der fast volle Mond kräftig über uns scheint, werden wir von einem Rascheln geweckt. Wir schauen aus dem Zelt und sehen, wie direkt an unserem Auto eine Familie von 13 Elefanten vorbei zieht. Es ist faszinierend, wie schnell und leise sich diese Tiere bewegen können. Wir sehen die Silhouette der großen Leitkuh, dahinter die Halbwüchsigen und dann wirklich kleine Elefantenjunge, die bei jedem Schritt der Leitkuh fünf schnelle Schritte machen müssen. Ein weiteres erwachsenes Tier geht hinterher und dann ist die Truppe auf leisen Sohlen auch schon wieder vorbei und im Wald verschwunden.

Der Aufenthalt am Khwai ist für uns definitiv eines der Highlights im Norden Botswanas. Durch den Fluss ist es grün und man kann entspannt vom Camp aus die Tierwelt beobachten. Die Pirschfahrten sind abwechslungsreich und nicht zu lang. Wir haben selber keine großen Raubtiere gesehen, wissen aber, dass regelmäßig Löwen, Leoparden und Wildhunde gesichtet werden.

Bei der Auswahl der Campsite sollte man unbedingt versuchen, direkt eine am Fluss zu bekommen.

Chobe Nationalpark: Savuti Region

Nur ein paar Kilometer hinter der Khwai Community beginnt der Chobe Nationalpark. Wir erreichen ihn durch das Mababe Gate im Süden und bezahlen den Parkeintritt für zwei Tage. Übernachten wollen wir im Savuti Camp, etwa 75 Kilometer nördlich des Gates. Savuti ist einer der großen Namen, wenn es um Safaris geht und in der Vergangenheit war dies der Ort, um riesige Elefantenherden zu beobachten. Momentan ist Trockenzeit und da aktuell kein Fluss in dieser Region fließt, stellt die staubige Landschaft einen großen Kontrast zu den saftigen Überflutungswiesen am Khwai dar. Direkt nach dem Gate kann man sich für zwei mögliche Routen nach Norden in Richtung Camp entscheiden: Entweder wählt man die Savuti-Marsh-Road durch das in der Regenzeit feuchte und oft unpassierbare Marschland, oder man fährt entlang der tiefsandigen „Sand-Ridge-Road“. Diese Sandaufwerfung ist der ehemalige Sandstrand des Magkadikgadi-Sees, der bis vor ca. 15.000 Jahren weite Teile Botswanas bedeckte.

Wir entscheiden uns im Süden für die wildreichere Marsh-Road und folgen dieser für ca. 35 Kilometer. Wir sehen viele Raubvögel, Antilopen und Zebras entlang der einsamen Strecke. Auf halbem Weg gibt es die Möglichkeit, auf die Sand-Ridge-Road zu wechseln, was wir auch tun. Diese führt uns ins Savuti Camp, wobei die letzten vier Kilometer tiefsandig sind und insbesondere Fahrzeuge mit Anhänger an ihre Grenzen kommen. Das Savuti Camp wird von SKL Group of Camps verwaltet. Wir sind in Maun ohne telefonische Vorbuchung direkt in deren Büro gegangen und konnten einen Platz am gewünschten Tag ergattern.

Das Savuti Camp ist zur aktuellen Trockenzeit staubig und trocken, auch auf dem Platz muss man im tiefen Sand aufpassen, sich nicht fest zu fahren. Die Plätze bieten wenig Schatten, das Duschhaus hat dafür warmes Wasser.

Uns gefällt die Gegend um Savuti sehr gut. Hier gibt es sieben Hügel aus Dolomit-Gestein und es ist schön, mal wieder ein paar Erhebungen zu sehen und diese auf den Pirschfahrten zu umrunden. Die Region ist gut geeignet, um Raubtiere wie Löwen, Hyänen, Leoparde und Wildhunde zu sehen. Wir fahren nachmittags in den südlichen Teil und können beim Rhino Vlei ein großes Rudel mit mindestens zwölf Löwen beobachten. Es gibt wohl nichts fauleres als satte Löwen, die im Schatten unter einem Baum liegen!

Nachts hören wir vom Zelt aus das Brüllen des nördlichen Löwenrudels und auch das Geschrei von Löwenbabies ist zu hören. In das nächtliche Konzert stimmen dann noch die Hyänen mit ihrem langgezogenen „Wooooop“ mit ein.

Morgens verlassen wir das Camp Richtung Norden und machen ausgedehnte Pirschfahrten zwischen dem Savuti Wasserloch, den Harvey Pans und dem Quarry Hill. Als wir an einem Mopane-Wald entlang rollen, sehen wir im Unterholz ein Leopardenweibchen mit seinem Nachwuchs. Das Kätzchen ist noch sehr jung und springt aufgeregt um die Mutter herum. Leider können wir den Moment nicht mit der Kamera festhalten und nach ein paar Augenblicken sind die Meister der Tarnung zwischen den Bäumen verschwunden. Dreimal fahren wir an dem Ort der Sichtung vorbei, können die Tiere aber nicht mehr ausmachen.

Bei den Harvey Pans entdeckt Tanja eine Dreiergruppe junger Löwenmännchen. Die Tiere sind quasi ausgewachsen, haben aber noch eine ganz schüttere Mähne. Später gesellt sich noch ein reiferes Männchen und ein junges Weibchen dazu. Es macht Spaß den Tieren zuzusehen, denn anders als zu den warmen Stunden des Tages, sind sie jetzt am Morgen sehr aktiv.

Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Norden zum Gocha Gate. Hinter dem Gate biegen wir direkt entlang der „Chobe Cutline“ nach Westen ab und folgen der breiten und tiefen Sandpiste für acht Kilometer. Danach zweigt die Straße scharf nach Nordosten ab und wir holpern in Richtung Kachikau. Nach ca. 35 Kilometern ist unser Ziel, die Thobolos Lodge mit Camp, erreicht.

Thobolos Camp in der Chobe-Enklave

Außerhalb der Nationalparkgrenzen, aber nur durch den Nord- oder Südteil des Chobe Nationalparks zu erreichen, liegt die Chobe Enklave. Hier werden Nutztiere gehalten und gleichzeitig ist hier die Wildtierdichte extrem hoch. Dies bleibt nicht immer ohne Konflikte, wovon man als Tourist allerdings wenig mitbekommt.

Wir übernachten in der freundlichen Thobolos Lodge mit Camp. Das Camp ist nicht eingezäunt, weshalb auch hier Wildtiere jederzeit zu Besuch kommen können. Lee, die Managerin, erzählt uns, dass am Wasserloch vor vier Tagen ein Büffel von einer Gruppe Hyänen gerissen wurde. Die Tiere sind gute Jäger und erlegen entgegen ihres Rufs als Opportunisten fast ihre komplette Nahrung selbst. Anders als die großen Katzen, die ihre Beute mit einem Kehlenbiss ersticken, zerfetzen Hyänen ihre Beute quasi bei lebendigem Leib.

Die erfolgreichen Jäger hatten aber nicht viel von ihrem „Kill“, denn eine Gruppe Wildhunde vertrieb die Hyänen und machte sich zwei Tage lang über den toten Büffel her. Leider kommen wir für dieses Spektakel zwei Tage zu spät. Die Wildhunde sind abgezogen und vom Büffel nur noch die Knochen übrig. Mit den Wildhunden haben wir einfach kein Glück. Nur einmal haben wir im Kruger Nationalpark zwei von ihnen durch den Wald huschen sehen. Schade.

Als sich die Sonne senkt, beginnt am Wasserloch ein Spektakel, wie wir es noch nie erlebt haben: Hunderte von Elefanten strömen herbei und mit ihnen eine riesige Herde Büffel. Nach einiger Zeit ist der aufgewirbelte Staub so dich, dass man nur noch den oberen Teil der großen Tiere sehen kann. Der Lärm ist unbeschreiblich, die Tiere tröten und brüllen, es kommt zu Rangeleien am Wasser. Wir sehen, wie mächtige Büffel, sicher 700 kg schwer, von halbwüchsigen Elefanten rumgeschubst werden und lieber abziehen. In der Ferne ist die rote Glut eines Buschfeuers zu sehen und dies scheint der Grund zu sein, warum die Tiere so aufgebracht sind. Auch unsere Gastgeber haben so etwas noch nicht erlebt. Wir sind sprachlos.

Wie so oft in diesen Zeiten, sind wir die einzigen Camper und nachts haben wir auch Elefantenbesuch im Camp. Ein Bulle rodet die gesamte Vegetation auf einem ca. 200 Meter entfernten Nachbarplatz. Zum Glück wohnen wir nicht dort.

Am nächsten Tag genießen wir die Stille des Ortes. Abends lassen wir es uns gut gehen und essen lecker in der Lodge mit Blick auf das Wasserloch. Die Natur ist unberechenbar: Diesmal bleibt das große Elefanten-Spektakel aus. Eine große Herde Eland-Antilopen findet sich ein und später kommen ein paar Elefantenfamilien ganz gesittet zum Trinken.

Bevor wir am darauffolgenden Morgen abreisen, beobachten wir noch eine große Herde Büffel am Wasserloch. Dieser Ort hat uns wirklich fasziniert. Große Herden von Wildtieren sind heute selten in Afrika und wo auch immer man sie sehen kann (z.B. bei der Großen Gnu-Migration in der Serengeti – Link), geben sie einem das Gefühl in eine Zeit zurück zu reisen, in der wir Menschen uns den Planeten noch nicht vollständig Untertan gemacht haben.

Chobe Nationalpark: Chobe Ufer zwischen Ngoma Bridge und Kasane

Nach einer Zwischenübernachtung im freundlichen Mwandi View Camp, welche wir für allerlei Verrichtungen nutzen, fahren wir an der Grenze zu Namibia vorbei (Ngoma Bridge Border Post) und am Ngoma Gate wieder in den Chobe Nationalpark ein. Die „River Road“ ist der meistbesuchte Teil des Nationalparks, da man dort von Kasane aus einfach Safaris unternehmen kann. In der Pre-Covid-Zeit wimmelte es wohl in den Morgen- und Nachmittagsstunden nur so vor Safari-Fahrzeugen und in gewissen Bereichen kurz vor Kasane wurde deshalb das Befahren mit dem eigenen Fahrzeug eingeschränkt und eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Dies trifft aber vor allem Touristen, welche den Park durch das östlich bei Kasane gelegene Sidudu Gate erreichen.

Da uns das Übernachten in den Parks bisher sehr gut gefallen hat, liebäugeln wir spontan mit einer Übernachtung im Ihaha Camp, welches auf halbem Weg zwischen Ngoma Gate und Kasane liegt. Leider kann der hilfsbereite Mann am Gate die Camp-Verantwortlichen von Kwalate Safaris nicht telefonisch erreichen. Wir sollen die Übernachtung direkt vor Ort buchen.

Die ersten Kilometer führen uns durch den Mopanewald, dann biegt die Straße ab hinunter zum Fluss. Wir sehen große Herden von Zebras und Impalas auf den Überschwemmungswiesen des Chobe und freuen uns über einen Fischadler, der auf einem Ast vor uns einen Wels verspeist. Gemütlich folgen wir der Straße und kommen am Ihaha Camp gegen 11, Uhr an. Leider ist noch immer niemand von Kwalate Safaris da, das Büro vor Ort unbesetzt. Sie sind wohl fürs Wochenende nach Kasane gefahren und noch nicht zurück. Auch ist die Rückkehr am heutigen Tag ungewiss und ohne die Personen vor Ort, können wir nicht bezahlen und dann natürlich auch nicht dort campen. Schade, denn der Campinplatz liegt schön und ist fast komplett leer. Wir folgen dem Weg weiter Richtung Osten, bis wir an der Serondela Picnic Site ankommen. Es ist kurz vor Mittag und wir machen hier eine ausgedehnte Mittagspause mit leckerem Gemüseeintopf und Kaffee. Die Tiere ziehen sich in den heißen Mittagsstunden zurück und auch wir machen Siesta. Erst als sich die Sonne wieder etwas senkt und das Land in dieses typisch goldene Licht taucht, welches wir in Botswana so lieben, fahren wir weiter. Zunächst geht es bei den Puku Flats auf die Überschwemmungswiesen, wo wir große Herden von Elefanten vorbei ziehen sehen. Dazu beobachten wir Impalas, Giraffen, Hippos und Warzenschweine. Alle in großen Verbänden und Familiengruppen.

Ab der Chobe Game Lodge gilt eine sinnvolle Einbahnregelung: Man fährt die „Main Road“ Richtung Osten (Sidudu Gate) und dann die River Road Richtung Westen. Daraus ergibt sich für uns zwar eine Schleife, die wir doppelt fahren, aber man vermeidet Ausweichmanöver im tiefen Sand, bei denen man gerne mal stecken bleibt. Generell ist auch dieser Teil des Parks reines 4×4 Gebiet. Entlang der River Road genießen wir nochmal den Anblick der großen Herden am Fluss. Es ist unser letzter echter Safari-Tag hier in Botswana und wir merken, dass wir dieser Natur, dieser unbändigen Kraft, niemals überdrüssig werden.

In einer Zeit, wo uns das ewige Diskutieren über Viren ermüdet, hat uns das Afrika-Virus vollständig infiziert. Und das wird man nicht mehr los.

Kasane: Flussfahrt auf dem Chobe River

Wir checken ein auf der Campsite der Chobe Safari Lodge. Die Lodge ist schön gelegen direkt am Fluss und riesig. Leider ist, wie fast überall zur Zeit, wenig los. Wir zahlen bar und müssen selbst an diesem Ort unser Kleingeld zusammen suchen, da niemand einen 200 Pula-Schein (ca. 15 Euro) wechseln kann. Als wir dann im „Activities Office“ eine Bootsfahrt auf dem Chobe für den kommenden Tag buchen, ist es wieder das gleiche Spiel. Jetzt ist unser Kleingeld weg und die Dame muss leider aufstehen und irgendwo in der Lodge (Zimmerpreis ca. 150 Euro pro Person) Wechselgeld suchen. Bevor sie sich in Zeitlupe los bewegt, wird erst einmal ausgiebig gestöhnt, weil man es ja so schwer hat mit uns.

Das Camp und die Bootsfahrt sind aber klasse. Der wortkarge aber kompetente Campingplatzwart (alle Mitarbeiter tragen den ganzen Tag lange schwarze Sachen, eine schwarze Bandana und eine dicke schwarze Jacke – bei über 30°C) besorgt uns einen schönen Platz am See und als wir auf das geräumige Safari-Boot klettern, merken wir gleich, dass unser Guide ein super Typ ist und wirklich ganz viel über die Natur hier am Chobe weiß. Wir brechen um 15 Uhr auf und beobachten zunächst die vielen Vögel, die am Ufer brüten. Danach genießen wir die großen Elefanten- und Büffelherden vom Wasser aus. Zwei Löwen-Weibchen nähern sich einer Gruppe Elefanten und legen sich gemütlich ins Gras. Zwei halbwüchsige Elefantenbullen nähern sich immer wieder dem Katzen-Duo und es ist zum Lachen: Wie bei einer Mutprobe trauen sich die Dickhäuter immer einen Schritt näher an die Raubtiere ran, um dann wieder einen Schritt zurück zu machen, wenn sich die Löwen bewegen. Auf dem Fluss sind einige Boote unterwegs und man kann sich vorstellen, wie eng es hier zugehen muss, wenn der Tourismus wieder auf Hochtouren läuft. Nach einem schönen Sonnenuntergang laufen wir um 18 Uhr wieder am Landungssteg ein. Was für ein schöner Ausklang unserer Safari-Zeit hier in Botswana.

Senyati Safari Camp und Covid-Test in Kasane

Wir wollen ja in Kürze wieder nach Namibia und wie es so ist, in diesen Zeiten (oder vielleicht für immer?), steht mal wieder ein Covid-Test an. Dieser muss ein PCR-Test sein und darf für die Einreise nach Namibia maximal 72 h alt sein. Das private Testlabor „Diagnofirm“ bietet in Kazungula den Test für 850 Pula an, das Ergebnis kommt innerhalb von 12 Stunden und wird per E-Mail zugestellt. Ganz schön teuer (65 Euro pro Person). Ebenfalls von Diagnofirm ausgewertet werden die am Immigration Büro in Kasane durchgeführten Tests. Diese sind allerdings mit 500 Pula deutlich günstiger. Wir entscheiden uns für die günstigere Option, insbesondere, da die Zeit diesmal nicht der kritische Faktor ist. Zunächst wird der Test bezahlt, dann wird direkt von einem jungen Burschen der Nasen- und Rachenabstrich (ja, „Double-Action“ diesmal) durchgeführt. Das Ergebnis ist nach 24 Stunden da und kann am nächsten Tag um die gleiche Zeit abgeholt werden. Ein Versand per E-Mail erfolgt nicht. Als wir wie vereinbart am nächsten Tag eintreffen, liegen unsere negativen Ergebnisse vor. Mit uns haben noch zwei weitere Touristen den Test gemacht, mehr Menschen offensichtlich wohl nicht.

Übernachtet wird im Senyati Safari Camp, etwas südlich von Kazungula entlang der alten „Hunter’s Road“. Das Camp hat ein Wasserloch und einen unterirdischen Bunker, von dem aus man auf „Fußhöhe“ die Elefanten beobachten kann. Das ist mal eine andere Perspektive und für uns sehr spannend. Wieder sind wir den Elefanten ganz nah und uns bewusst, dass wir dies wohl für den Rest unserer Reise nicht mehr so erleben werden.

Unsere schönsten Übernachtungsplätze (siehe Karte)

Xakanaxa Campsite im Moremi Nationalpark

Schön am Fluss gelegene Campsite im Moremi Nationalpark. Das Waschhaus ist in Ordnung und es gibt sogar warmes Wasser. Die Game-Drives in dieser Region des Parks sind abwechslungsreich und Elefantenbesuch im nicht eingezäunten Camp ist quasi garantiert. Wir hatten morgens die Spuren eines Leoparden ums Auto, der uns offensichtlich nachts besucht hatte.

Das Camp wird von Kwalate Safaris betrieben, die ein Büro in Maun haben.

Magotho Campsite in der Khwai Region

Die für uns schönste Campsite in der Region Moremi / Khwai / Chobe, sofern man einen Platz mit direktem Blick auf den Fluss bekommt. Persönliche Empfehlung: Campsite Old No. 3.

Die Pirschfahrten sind sehr abwechslungsreich und die Tierbegegnungen atemberaubend. Verwaltet wird das Camp von der Khwai Community, die ein Büro in Maun und in Khwai Village, kurz nach dem North Gate des Moremi Nationalparks, betreibt.

Savuti Camp

Die Savuti Region des Chobe Nationalparks ist toll für Katzen-Beobachtungen. Jetzt in der Trockenzeit ist es recht karg hier (insbesondere im Vergleich zu Moremi und Khwai), wobei die Wasserlöcher vielfach noch nicht ausgetrocknet sind. Die Dolomit-Hügel machen die Region abwechslungsreich. Die tiefsandigen Pisten sind teilweise nicht einfach zu befahren. Betrieben wird das Camp von SKL Group of Camps.

Thobolos Lodge

Sehr schöne Lodge in der Chobe Enklave außerhalb des Nationalparks zwischen Gocha Gate und Kachikau / Ngoma Gate. Die Campsite ist nicht eingezäunt und wir hatten Elefanten und Hyänen in direkter Nähe unseres Autos. Das Wasserloch der Lodge zieht abends Herden von Elefanten und Büffeln an, aber auch Raubtiere verirren sich gelegentlich hierher. Wir haben noch nie so viele Elefanten gesehen wie hier. Unglaublich.

Mwandi View Lodge

Entlang der Asphaltstraße zwischen Kachikau und Kasane gelegenes, grünes Camp. Man steht auf Rasen unter Bäumen und kann vom Deck aus den Sonnenuntergang über den „Flood Plains“ beobachten. Guter Stopp vor dem Grenzübergang nach Namibia oder vor dem Besuch des nördlichen Teils des Chobe Nationalparks.

Chobe Safari Lodge

Schön gelegenes Camp am Ufer des Chobe, Teil der großen Chobe Safari Lodge. Das Camp ist angenehm günstig und einige der Plätze bieten eine nette Aussicht aufs Wasser. Von der Lodge aus kann man River Safaris buchen, die absolut lohnenswert sind.

Senyati Safari Camp

Legendäres Safari-Camp südlich von Kazungula, entlang der alten Hunter’s Road. Jede Campsite hat ein privates Waschhäuschen und eine Terrasse für ausreichend Schatten. Das Wasserloch wird ständig von Elefanten aufgesucht und der „Bunker“ bietet einen spannenden Blick von unten auf die Tiere. So nah kommt man Elefanten nur ganz selten.

Muchenje Campsite & Cottages

Sehr schönes Camp mit Blick auf die Chobe Flood Plains. Auf weitläufigen Plätzen kann man den Blick in Richtung Namibia schweifen lassen und sich unter die großen Bäume in den Schatten setzen. Toller Stopp, bevor man über die Grenze nach Namibia fährt oder wenn man von dort über die Grenze gekommen ist.

Restaurantempfehlungen

Bell Frog im Okawango Delta

Wer baut denn hier einen Biergarten mit Pizzaofen? Mitten im Okawango-Delta, nördlich von Maun, kann man hier eine leckere Pizza essen und ein kaltes Bier trinken. Allerdings braucht es dazu Allrad und ein wenig Abenteuerlust. Aber wer durch Botswana reist, sollte die ja mitbringen.

Marc’s Eatery in Maun

Nettes Restaurant mit schöner Terrasse und den besten Burgern in Afrika. Marc stammt ursprünglich aus Deutschland, ist aber schon seit Ewigkeiten in Afrika. Sehr empfehlenswert.

Botswana: Eine Wüste der anderen Art

Unser Reiseführer schreibt, dass viele Batswana bei einem ersten Kontakt „zurückhalten und stolz“ sind. Das klingt ja erst einmal völlig in Ordnung, schließlich sind wir Europäer nördlicher der Alpen ja auch nicht gerade für überschwängliche Gefühlsausbrüche bekannt. Darüber hinaus haben wir immer wieder gehört, dass Höflichkeit und Geduld die Grundpfeiler des Miteinanders in Botswana sind, weshalb wir es nie eilig haben und stets freundlich und höflich sind, wenn wir eines der vielen Büros aufsuchen, um (für uns teure) touristische Aktivitäten zu buchen.

Der Realitäts-Check fällt dann aber leider schon früh recht ernüchternd aus: Botswana ist abseits der berauschenden Natur leider häufig eine ziemliche Service-Wüste. Wenn wir ein Büro oder einen Laden betreten, entlocken wir in etwa der Hälfte der Fälle den dort Beschäftigten zur Begrüßung nur ein herzhaftes Stöhnen oder genervtes Seufzen. Kein Wort des Grußes. Das ist etwas, das wir in diesem Ausmaß noch nirgends auf der Welt erlebt haben: Wir stören offensichtlich die in diesen Büros oder Läden „arbeitenden“ Menschen. In der Regel beim aufs Smartphone starren, oft aber auch beim Fernsehen, dem netten Plausch untereinander oder beim gemütlichen Dösen.

Das ist wirklich sehr schade und insbesondere schlecht für die Menschen, die ambitioniert sind, etwas erreichen wollen und sich ehrlich über Gäste freuen.

Das höfliche und auf positive Art „altmodische“ Botswana, von dem wir immer wieder gelesen haben, erleben wir dann erstaunlicher Weise eher bei den einfachen Menschen entlang der Straße und in den entlegenen Cattle Posts. Wir können nur hoffen, dass es zukünftig nicht ganz verloren geht.

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Reiseführer & Papierkarte

Reiseführer

Der Reiseführer „Reisen in Botswana“ aus dem Hupe-Verlag ist hervorragend geeignet, um eine Selbstfahrerreise durch Botswana zu planen. Uns gefallen besonders die Detailkarten zu den jeweiligen Nationalparks sehr gut.

Buchtipp

The No. 1 Ladies’ Detective Agency. Die Buchreihe erzählt die Abenteuer von Mma Ramotswe, welche die einzige Privatdetektei in Gaborone / Botswana betreibt. Wir haben schon 13 Bücher der Reihe gelesen und genießen vor allem die Anekdoten über das Leben in Botswana.

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3 comments

  1. Hallo Tanja und Armin,

    ich hatte irrtümlich gedacht, dass es für Euch nicht möglich ist, neues in Punkto Tiere in Afrika zu erleben.
    Nachdem ich diesen neuen, sehr interessanten, gut geschriebenen Bericht gelesen habe, komme ich zu einem anderen Ergebnis.
    Offensichtlich konntet Ihr das bisher erlebte einige mal toppen. Sowohl in der Art und Weise, als auch in der Vielzahl.
    Mit dem ” Ersatzfahrzeug ” habt Ihr ebenfalls Freude, also eine gute Wahl getroffen. Wünsch Euch weiterhin viel Freude und reiche ( Foto ) Beute.
    Wolfgang

  2. Hallo Tanja und Armin Also Botswana wird wohl eines der Highlights auf eurer Reise bleiben, die riesigen Elefantenherden, der Leopard der nachts um euer Auto schleicht ….(Wie gut, dass ihr nichts davon wusstet) oder last but not least der Rundflug über das berühmte Okawango Delta, sicher beeindruckend und unvergesslich! Jetzt seid ihr ja wieder zurück in Namibia und ich wünsche euch dort im Norden auch tolle Erlebnisse und Abenteuer! Drück euch aus der Ferne !

  3. Wirklich schöner Bericht. Es wird definitiv Zeit mal wieder nach Botswana zu reisen.
    Viele Grüße aus Herrenberg 😉

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